Für niedersächsische Schulanfänger im Jahr 2026/2027 bringt das neue Mathematik-Kerncurriculum Änderungen mit sich: Kinder lernen in der Grundschule kein schriftliches Dividieren mehr. Auch das Rechnen mit Kommazahlen entfällt weitgehend. Lediglich der Umgang mit Geldbeträgen bleibt erhalten, berichtet die „ Nordwestzeitung (verlinkt auf https://www.nwzonline.de/familie/mathematikaenderungen-in-grundschulen-kein-schriftliches-teilen-und-komma-rechnen-ab-2026-27-in-niedersachsen_a_4,2,3196910198.html) “ (NWZ). Das niedersächsische Kultusministerium erklärt auf „NWZ“-Anfrage, das schriftliche Dividieren sei besonders komplex. Es erfordere das Zusammenspiel mehrerer Rechenschritte – Teilen, Multiplizieren und Subtrahieren – und sei fehleranfällig, etwa beim Schätzen von Ziffern oder Setzen von Nullen. Künftig soll der Fokus auf dem Verständnis von Division als Aufteilen und Verteilen liegen sowie auf dem Zusammenhang zur Multiplikation. An einigen Schulen, etwa im Landkreis Friesland, informieren Schulleitungen bereits über die Änderungen. Oliver Grewe, Schulleiter der Hermann-Ehlers-Schule in Oldenburg, betont gegenüber „NWZ“: „Eine einzelne Schule kann nicht einfach vom Kerncurriculum abweichen. Schule entwickelt sich ständig weiter, Inhalte verändern sich, neue kommen hinzu – das ist ein fortlaufender Prozess.“ Geplant ist, dass in den Grundschulen künftig nur noch das halbschriftliche Dividieren gelehrt wird. Bei dieser Methode teilen Kinder größere Zahlen in Teilschritte auf, die sie leichter bewältigen und deren Ergebnisse sie anschließend addieren. Forschungsergebnisse würden zeigen, dass diese Rechenweise das Zahlenverständnis fördert und Fehler reduziere. Auch die Kommaschreibweise im Mathematikunterricht wird nur noch vereinzelt behandelt, etwa beim Umgang mit Geld. Laut Kultusministerium sei das systematische Durchdringen der Stellenwerte komplex, und die Unterschiede zwischen Größenbereichen wie Geld, Längen oder Gewichten erschwerten das Verständnis. Eltern zeigen sich dem Bericht zufolge besorgt: Schriftliches Dividieren sei eine Grundkompetenz, die junge Menschen frühzeitig auf „rechenintensive Berufe“ vorbereite, betont eine zweifache Mutter gegenüber „NWZ“.