Welt 05.01.2026
12:07 Uhr

„Besonders erniedrigend“ – Gericht verurteilt Angeklagte wegen Online-Posts über Brigitte Macron


Ein Pariser Gericht hat zehn Personen wegen transfeindlicher und beleidigender Online-Kommentare über Brigitte Macron verurteilt – mit Strafen von Sensibilisierungskursen bis hin zu Haft auf Bewährung.

„Besonders erniedrigend“ – Gericht verurteilt Angeklagte wegen Online-Posts über Brigitte Macron

Ein Pariser Gericht hat zehn Angeklagte wegen abfälliger Äußerungen über die französische Präsidentengattin Brigitte Macron verurteilt. Die am Montag verhängten Strafen reichten von einem Kurs zur Sensibilisierung für Cybermobbing bis hin zu sechs Monaten Haft auf Bewährung. Das Gericht hob die „besonders erniedrigenden, beleidigenden und bösartigen“ Kommentare hervor, in denen Macron unter anderem unterstellt wurde, eine transsexuelle Frau zu sein. Die Angeklagten – acht Männer und zwei Frauen im Alter von 41 bis 65 Jahren – wurden beschuldigt, zahlreiche Kommentare veröffentlicht zu haben, in denen sie fälschlicherweise behaupteten, der Frau von Präsident Emmanuel Macron sei bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen worden. Zudem brachten sie den Altersunterschied des Paares von 24 Jahren mit Pädophilie in Verbindung. Einige der Beiträge wurden Zehntausende Male aufgerufen. Brigitte Macron nahm an der zweitägigen Verhandlung im Oktober nicht teil. In einem Interview sagte sie dem Fernsehsender TF1 am Sonntag, sie habe die Klage eingereicht, um im Kampf gegen Belästigung ein Exempel zu statuieren. Ihre Tochter Tiphaine Auzière sagte vor Gericht aus, dass sich der Zustand ihrer Mutter seit der Zunahme der Online-Belästigungen verschlechtert habe. „Sie kann die schrecklichen Dinge, die über sie gesagt werden, nicht ignorieren“, erklärte Auzière. Die Kommentare hätten sich auf die gesamte Familie ausgewirkt, einschließlich Macrons Enkelkinder.