Welt 30.01.2026
14:27 Uhr

Berlin setzt statt Streusalz Kokain auf vereisten Gehwegen ein


Erleichterung für Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner: Anstelle des verbotenen Streusalzes darf eine in der Hauptstadt akzeptierte Alternative auf den vereisten Gehwegen eingesetzt werden.

Berlin setzt statt Streusalz Kokain auf vereisten Gehwegen ein

Für seinen Appell an das Abgeordnetenhaus, per Gesetzesänderung den Einsatz des verbotenen Streusalzes zu ermöglichen, erntete Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) jede Menge Häme (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article697bbcacfa531953d521547f/berlin-jetzt-machen-sich-schon-die-gruenen-lustig-wegner-loest-mit-streusalz-vorstoss-welle-des-spotts-aus.html) . Doch offenbar ist die Kuh in der Hauptstadt schneller vom nervtötend rutschigen Bürgersteig-Eis als gedacht: Wie es heißt, haben die Abgeordneten jetzt grünes Licht für eine in Berlin als deutlich harmloser geltende Alternative gegeben. „Ich bin erleichtert, dass wie einen im wahrsten Sinne des Wortes gangbaren Kompromiss gefunden haben“, ließ Wegner mitteilen. Statt des unglaublich gefährlichen Tausalzes dürften die Gehwege ab sofort mit Kokain gestreut werden, so der Regierende Bürgermeister, der froh ist, sich wieder um die wirklich wichtigen Dinge an der Spree kümmern zu können (etwa Aufschläge üben). Berlin gerettet Das Gute an dem Streusalz-Ersatz sei, dass er überall in der Hauptstadt verfügbar sei und dass seit Jahrzehnten niemand in der Berliner Politik ernsthaft etwas gegen ihn unternehme (verlinkt auf https://www.welt.de/regionales/berlin/article6958a2f2f6fc544dba9bad41/kokain-und-amphetamine-treiben-zahl-der-drogendelikte-hoch.html) , zeigte sich Wegner erleichtert über die unbürokratische Zustimmung von SPD, Grünen und Linken. Drogen seien ja gottlob nicht so schlimm wie das unglaublich schnell abhängig machende Streusalz, war allenthalben zu vernehmen. Nun kann alles sehr schnell gehen: Seit den frühen Morgenstunden füllen die Berliner Winterdienste ihre Reserven im Görlitzer Park und d en Toiletten des Bundestags (verlinkt auf https://www.welt.de/print-welt/article371886/Prominente-und-Drogengeruechte.html) auf, um den Stoff noch schneller unter die Leute zu bringen als jeder Kreuzberger Dealer. Gehwege plötzlich viel beliebter in der Hauptstadt Allerdings sollten die Berliner Passanten nicht davon ausgehen, dass die Streusalz-Alternative Stürze auf den vereisten Gehwegen verhindern werden. „Wenn man sich hinlegt und inhaliert, hat man aber immerhin bessere Laune“, machte das Rote Rathaus Hoffnung auf eine freundlichere und euphorischere Hauptstadt. Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf http://www.facebook.com/glasauge.satire) , X (verlinkt auf https://twitter.com/WELT_GLASAUGE) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!