Im Kölner Pantaleons-Viertel gibt es zunehmend Protest gegen ein geplantes Suchthilfezentrum für drogenabhängige Menschen (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/drogen/) . Anwohner hatten sich in den vergangenen Wochen bereits besorgt geäußert und auf Schulen und Kitas im Umfeld hingewiesen. Sie fürchten eine zunehmende Drogenkriminalität. Das berichtet der „Kölner Stadtanzeiger“ (verlinkt auf https://www.ksta.de/koeln/brief-an-den-ob-sechs-schulleiter-lehnen-plaene-fuer-suchthilfezentrum-in-der-koelner-innenstadt-ab-1193106) . Demnach haben sich nun auch sechs Schulleiter gegen die Pläne der Stadt gestellt. In einem Brief an Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) äußerten sie ihre Sorgen um die Sicherheit der Schüler. „Wir befürchten die Entwicklung einer Dealer-Szene und von Kleinkriminalität“, heißt es in dem Schreiben. Die Stadt Köln solle daher prüfen, ob sich nicht doch ein anderer Standort finden lässt. Der Plan sieht vor, dass suchtkranke Menschen in dem Zentrum sowohl Drogen konsumieren als auch Zuflucht und Betreuung finden sollen. Im Gegenzug würde der bisherige Drogenkonsumraum im Gesundheitsamt am Neumarkt schließen. Auch auf die Behauptung der Stadt, dass allgemeinbildende Schulen vermeintlich nicht betroffen seien, reagierten die Leiter in dem Brief: „Das ist offensichtlich nicht zutreffend und wirkt tendenziös.“ In einem Radius von 500 Metern gebe es insgesamt neun Schulen, wodurch rund 9300 Kinder und Jugendliche betroffen seien. Die Leiter betonen, dass sich insbesondere Teenager in einem besonders beeinflussbaren Alter befänden und ein direkter Kontakt zur Drogenszene schwierig wäre. Auch befürchten sie, dass suchtkranke Menschen die Wärme der Schulgebäude und die Toiletten nutzen werden. Am Dienstagabend lädt Köln zu einer Infoveranstaltung ein. Dort soll auch mit den Anwohnern diskutiert werden. Oberbürgermeister Burmester hatte das Suchthilfezentrum zur Chefsache erklärt – die Verbesserung der Situation am Drogenhotspot Neumarkt war eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen. Deshalb soll das Zentrum noch 2026 eröffnen, und der Stadtrat soll bereits in seiner nächsten Sitzung am 5. Februar einen Beschluss fassen.