Borussia Dortmund hat im Titelkampf der Fußball-Bundesliga für neue Spannung gesorgt. Beim abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/) kam das Team von Trainer Niko Kovač am Samstagnachmittag zu einem glücklichen 2:1 (1:0). Damit verringerte der BVB den Rückstand auf Spitzenreiter FC Bayern (verlinkt auf https://sportdaten.welt.de/fussball/1bundesliga/spiele-und-ergebnisse/) auf drei Punkte. Der deutsche Rekordmeister empfängt an diesem Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) den Tabellendritten TSG 1899 Hoffenheim und kann den Vorsprung auf Dortmund zum Abschluss des 21. Spieltags wieder auf sechs Zähler erhöhen. „Wir haben alles reingeworfen und diese Niederlage nicht verdient“, sagte VfL-Profi Maximilian Arnold nach dem Abpfiff bei Sky. Torschütze Julian Brandt machte nach dem Spiel eine Meister-Ansage: „Niemand hat jemals davon gesprochen, dass wir an irgendeinem Punkt aufgegeben haben. Wir versuchen weiter unsere Spiele zu gewinnen und hoffen, dass Bayern uns noch mal ranlässt. Meister werden will von uns jeder, jede Saison.“ Am vergangenen Sonntag hatte Nico Schlotterbeck nach dem 3:2 gegen den 1. FC Heidenheim schon Meister-Klartext in Richtung der Bayern geschickt: „Man muss als BVB langsam auch mal den Anspruch haben, den Fans zu sagen, wir wollen Meister werden. Die Jungs und ich wollen angreifen. Natürlich müssen wir weiter punkten, aber wir probieren da zu sein. Und die Bayern kommen noch zu uns.“ Schlotterbeck äußert sich nach dem Sieg in Wolfsburg gewohnt offensiv über das Ziel Meisterschaft und seine Ansage: „Die Jungs haben das unter der Woche auch gemerkt, wie ich dafür brenne. Wir hatten jetzt zwei lange Wochen. Wir können uns auf die Spiele vorbereiten und ein bisschen regenerieren. Das ist einfach extrem wichtig, dass wir den Fokus und den Glauben dafür haben, oben anzugreifen. Natürlich hoffe ich, dass das ein Stück weit geholfen und die Mannschaft hier deshalb gewonnen hat.“ Der zuletzt spielfreudige VfB Stuttgart ließ derweilen wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze liegen. Der Pokalsieger verlor am Samstagnachmittag beim FC St. Pauli 1:2 (0:1). Unterdessen ging das Bundesliga-Debüt von Daniel Thioune als Trainer des SV Werder Bremen daneben. Die Hanseaten verloren trotz langer Überzahl beim SC Freiburg mit 0:1 (0:1) und warten inzwischen seit elf Spielen auf einen Sieg. 1. FC Heidenheim verliert wieder Im Kampf um den Ligaverbleib hat der 1. FC Heidenheim einen weiteren Rückschlag erlitten. Im Kellerduell verlor der Tabellenletzte sein Heimspiel gegen den Hamburger SV 0:2 (0:1). Dank des sechsten und siebten verwandelten Elfmeters der Saison von Nadiem Amiri (8. und 80. Spielminute) gewann der 1. FSV Mainz 05 gegen den FC Augsburg 2:0 (1:0). In Wolfsburg hatte Nationalspieler Brandt (38.) den BVB im Anschluss an eine Ecke in Führung geköpft. Doch Konstantinos Koulierakis (52.) traf zum zwischenzeitlichen 1:1 für Wolfsburg, ehe Serhou Guirassy (87.) spät den Dortmunder Sieg bescherte. Bei der Bundesliga-Premiere von Thioune war der Freiburger Niklas Beste (13.) mit einem schönen Schlenzer zum 1:0 der Spielverderber. Dabei agierte Werder lange in Überzahl, nachdem Johan Manzambi in der 52. Minute nach einem üblen Foul mit Rot vom Platz musste. Für den 1. FC Heidenheim wird die Lage unterdessen immer prekärer. Nach den HSV-Treffern von Ransford-Yeboah Königsdörffer (45.+3) und Rayan Philippe (78.) hat das Schlusslicht bereits sechs Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz 16. Bayer Leverkusen verpasst Sieg gegen Gladbach Auch auf den Tabellen-17. FC St. Pauli fehlen schon vier Punkte, weil die Hamburger durch Treffer von Manolis Saliakas (35.) und Danel Sinani (55.) per Elfmeter (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/) gegen Stuttgart gewinnen konnten. Der Anschlusstreffer durch Jamie Lewelling (90.) kam für den VfB zu spät. Im Abendspiel der Bundesliga hat Bayer Leverkusen die erste Niederlage in dem Wettbewerb seit sechs Jahren gegen Borussia Mönchengladbach abwenden können. Ein Eigentor des Gladbachers Philipp Sander (44. Spielminute) bescherte dem Meister von 2024 beim 1:1 (1:1) immerhin noch einen Zähler. Die seit fünf Spielen sieglosen Gladbacher verpassten trotz einer ansprechenden Leistung den dritten Heimsieg der Saison und die Chance, den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern. Vor 47.854 Zuschauern im Borussia-Park traf zuvor Yannik Engelhardt (10.) für die Gastgeber.