Auf der Autobahn 7 hat einsetzende Glätte am Montagmittag mehrere Unfälle ausgelöst – mit erheblichen Folgen für den Verkehr Richtung Hamburg. Zwischen Henstedt-Ulzburg und der Hansestadt blieb die Fahrbahn auch am Nachmittag komplett gesperrt, wie die Polizeidirektion Neumünster mitteilte. Autofahrer wurden an der Anschlussstelle Henstedt-Ulzburg frühzeitig von der A7 in Fahrtrichtung Süden abgeleitet. Polizei und Rettungsdienste waren über Stunden hinweg im Einsatz. Wie viele Fahrzeuge in die Glätteunfälle verwickelt waren, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Auch Angaben zu möglichen Verletzten lagen am Nachmittag noch nicht vor. Hinter der Sperrung bildete sich ein längerer Rückstau. Die Beamten warnten eindringlich vor weiterem Risiko und forderten Verkehrsteilnehmer auf, ihre Geschwindigkeit den winterlichen Bedingungen anzupassen. Schleswig-Holstein und Hamburg kämpfen bereits seit mehr als einer Woche mit Schnee und Frost – nun kam auch noch einsetzender Regen hinzu, der auf eiskalten Boden traf. Der Deutsche Wetterdienst warnte in der Region vor unwetterartigem Glatteis. Zu wetterbedingten Einschränkungen kam es auch im regionalen Bahnverkehr nördlich von Hamburg. Auf der AKN-Strecke zwischen Klein Offenseth-Sparrieshoop und Elmshorn kollidierte ein Transporter an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einer Regionalbahn der Linie 3. Der Unfall geschah laut Polizei gegen 13.01 Uhr. Das Fahrzeug wurde von dem Zug erfasst, verletzt wurde jedoch niemand. An Bord der Bahn befanden sich nach Angaben des „Hamburger Abendblatts“ rund 40 Fahrgäste. Die Unfallursache ist noch unklar. Vermutet wird, dass der Amazon-Fahrer durch Glätte mit dem Transporter ins Rutschen gekommen sein könnte und deshalb auf den Gleisen stand als sich die Regionalbahn näherte. Die AKN richtete zwischenzeitlich Busse als Schienenersatzverkehr ein, um die Strecke zu überbrücken. Der Betrieb sollte nach Unternehmensangaben aber im Laufe des Nachmittags wieder anlaufen.