Welt 22.12.2025
19:37 Uhr

Auto fährt in Bushaltestelle – Polizei meldet vier Verletzte


Die Polizei ist in Gießen im Einsatz, nachdem ein Mann mit seinem Auto in eine Bushaltestelle gefahren ist. Vier Menschen sind verletzt, teilweise schwer. Wie es dazu kommen konnte, ist noch unklar.

Auto fährt in Bushaltestelle – Polizei meldet vier Verletzte

In der Gießener Innenstadt ist ein Mann mit seinem Auto in eine Bushaltestelle gefahren und hat dabei nach Polizeiangaben vier Menschen zum Teil schwer verletzt. Zur Frage, ob es sich um einen Unfall handelt oder möglicherweise Absicht dahintersteckt, äußerte sich die Polizei offiziell nicht. Nach WELT-Informationen gehen die Ermittler derzeit jedoch von einem Unfall aus. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Die Beamten suchen Bilder und Videos von Zeugen, die vielleicht neue Erkenntnisse zum Hergang geben können. Weitere Angaben zu den Verletzten gab es nicht. Nach ersten Ermittlungen soll der 32-Jährige zuvor mit seinem Auto an einer Ampel gegen zwei Fahrzeuge geprallt sein. Er habe seine Fahrt fortgesetzt und sei dann gegen die Bushaltestelle gefahren. Danach sei der Mann weitergefahren und habe seinen Wagen später gestoppt, hieß es. Der 32-Jährige aus Aserbaidschan, der in Gießen lebt, wurde von der Polizei festgenommen. Der Polizeisprecher wollten sich nicht zu der Frage äußern, ob die Ermittler von einem Unfall oder einem zielgerichteten Verhalten des Fahrers ausgehen. „Die genaueren Umstände des Sachverhalts sind derzeit nicht bekannt und Gegenstand der Ermittlungen“, sagte ein Sprecher. Unklar war auch, ob der Fahrer verletzt wurde und ob er möglicherweise die Absicht hatte, sich der nicht weit entfernten Fußgängerzone zu nähern. Wie üblich in solchen Fällen werde auch untersucht, ob der Fahrer unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Polizei sicherte den Unfallbereich ab und errichtete mobile Sichtschutzwände. Vom nahen Weihnachtsmarkt drang am Abend Musik bis zu der Stelle des Zwischenfalls. Der Betrieb auf dem gut besuchten Weihnachtsmarkt lief weiter. Die Menschen tranken Glühwein und standen in Gruppen beisammen. Eine Person berichtete, sie habe einen Knall gehört, sich aber nichts weiter dabei gedacht. Wegen der Absperrung konnten einige Passanten nicht zu ihren in der Nähe des Anlagenrings geparkten Autos gelangen. Sie wurden von der Polizei gebeten, ihre Fahrzeuge stehenzulassen und sie am nächsten Morgen abzuholen.