Die Minions sind bekannt dafür, nicht klein beizugeben. Die blau-gelben Kerlchen wuseln sich fluchend durch ihre Leben und begeistern so seit zehn Jahren Kinder und Erwachsene. Offensichtlich auch Eiskunstläufer Tomas-Llorenc Guarino Sabaté. Der Spanier absolviert in dieser Saison sein Programm mit blauer Latzhose und gelbem Shirt. Bei seiner Kür tanzt und springt er dabei zur Musik aus dem Minions-Film. Zuletzt avancierte der 26-Jährige bei der Europameisterschaft zum absoluten Publikumsliebling, obwohl er nur auf dem 18. Platz landete. Diese Kür will Sabaté auch bei den Olympischen Spielen (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/olympia/article69006d384876ac87d158c3de/olympia-2026-zeitplan-eroeffnungsfeier-sportarten-alles-zu-den-winterspielen-in-mailand-cortina.html) in Mailand laufen. Doch wenige Tage vor den Spielen machte ihm Universal Pictures, das die Rechte an den Minions hält, einen Strich durch die Rechnung. Die Filmgesellschaft untersagte Sabaté die Nutzung des Liedes. „Leider wurde ich nur wenige Tage vor der Olympiaeröffnung darüber informiert, dass es mir aufgrund von Problemen bei der Urheberrechtsfreigabe nicht mehr erlaubt ist, dieses Programm zu verwenden“, schrieb Sabaté bei Instagram. Dies vergangenen Freitag zu erfahren, so kurz vor dem größten Wettkampf meines Lebens, sei unglaublich enttäuschend gewesen: „Trotzdem werde ich mich dieser Herausforderung stellen und alles tun, um das Beste aus der Situation zu machen.“ „Copyright-Rechte können eine Herausforderung sein“ Dabei hatte der spanische Meister alle erforderlichen Schritte befolgt und die Musik bereits im August beim Eiskunstlaufverband ISU eingereicht. „Copyright-Rechte können eine Herausforderung in allen künstlerischen Sportarten mit sich bringen“, teilte die ISU mit. Sabaté hat sich dieser Herausforderung gestellt und gekämpft wie ein Minion. Der spanische Portal „Hielo Espaniol“ hat einen Teilerfolg Sabatés verkündet. „Universal Pictures hat Tomás Guarino die Rechte an den beiden Musikstücken der Minions übertragen. Nun bleibt abzuwarten, was mit den beiden anderen geschieht. Die Details werden gerade ausgearbeitet, aber wir sind auf einem guten Weg. Es wurden Maßnahmen von vielen Seiten ergriffen“, schreibt der Verband bei X. Sollte Universal nicht doch noch einlenken, blieben ihm nur wenige Tage, sein Kurzprogramm am 10. Februar auf ein anderes Lied abzustimmen.