Das neue Jahr hat ganz schön viele Wetterherausforderungen parat – nach einem regnerischen und stürmischen Auftakt an Neujahr blickten die Hamburger am Freitagmorgen auf weiße Dächer, Straßen und Bäume. Über Nacht hatte es angefangen zu schneien, mit milderen Temperaturen in den Morgenstunden wurde daraus Schneematsch, es tropfte von den Regenrinnen und Ästen gehörig. Die Stadtreinigung war da schon ausgerückt. Gestreut werde mit 125 Fahrzeugen auf wichtigen Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr sowie auf einem ausgewählten Radwegenetz. Trotz des Einsatzes könne es weiter glatt sein, alle Verkehrsteilnehmer seien um Vorsicht gebeten. Zum Schlittenfahren als Ferienvergnügen eignet sich der erste Schnee wegen seiner Nässe eher weniger. Für die kommenden Tage sagen die Wettermodelle aber weiteren Schneefall voraus, mal soll dieser ergiebiger, mal reduzierter ausfallen. Bei sinkenden Temperaturen, die auch tagsüber am Gefrierpunkt liegen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Schnee länger liegen bleibt. Erste Sturmflut ohne Folgen Im Norden Deutschlands haben Hochwasser und Sturmflut in der Nacht auf Freitag zunächst keine größeren Schäden verursacht. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg verzeichneten die Lagezentren bis zum frühen Morgen keine besonderen Vorkommnisse – abgesehen von örtlichen Überschwemmungen. Der Wasserstand erreichte an der nordfriesischen Küste und im Elbegebiet zwischen 1,5 und 2 Meter über dem mittleren Hochwasser und damit Sturmflutniveau, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit. In Ostfriesland sowie am Messpunkt Wilhelm-Kaisen-Brücke in Bremen blieb der Wert hingegen unter der 1,5-Meter-Marke. Das Lagezentrum in Bremen teilte mit, das Wasser habe in der Stadt lediglich etwas höher als üblich gestanden. Im Laufe des Tages wird mit weiterem Hochwasser im Norden gerechnet, eine erneute Sturmflut sagte das Bundesamt allerdings nicht mehr vorher. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll es an der Nordsee auch im Verlauf des Tages noch stürmisch bleiben. Die Sturmböen können bis zu 100 km/h betragen.