Welt 03.01.2026
10:15 Uhr

Auf den Schneematsch folgt die Kälte – viele Glatteis-Unfälle


Der Auftakt ins neue Jahr wird zu einer Herausforderung für alle, die sich draußen bewegen wollen oder müssen – viele Straßen und Wege sind glatt und verschneit. So geht es weiter.

Auf den Schneematsch folgt die Kälte – viele Glatteis-Unfälle

Der Wintereinbruch im Norden hat sich auch am Sonnabend fortgesetzt – und wie schon am Vortag für erhebliche Verkehrsprobleme gesorgt. Die an vielen Stellen trotz des umfangreichen Einsatzes der Stadtreinigung in Hamburg und anderer Räumdienste im Norden noch vermatschten Straßen und Gehwege wurden in der Nacht durch einen Kälteeinbruch überfroren, anschließend schneite es erneut – eine gefährliche Lage für alle, die nicht Zuhause bleiben konnten oder wollten. Schon am Samstagmorgen wurden mehrere Fußgänger nach Stürzen in Krankenhäuser eingeliefert. Der HVV musste auf mehreren Buslinien den Verkehr wegen Unpassierbarkeit der Straßen einstellen. Auch in den kommenden Tagen ist mit ähnlichen Situationen zu rechnen. Viele Eltern und ihre Kinder nutzten aber auch die seltene Gelegenheit im Norden, um den Schlitten herauszuholen. Besonders gefordert waren Polizei und Feuerwehr. Nach starkem Schneefall war etwa am frühen Sonnabend ein Linienbus auf einer glatten Straße in Klein Nordende bei Pinneberg von der Fahrbahn abgekommen und in einem Graben gelandet. Der Busfahrer sowie drei Fahrgäste blieben unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Für die Bergung des Fahrzeugs wurde die Bundesstraße 431 auf Höhe des Sandwegs derzeit voll gesperrt und eine Umleitung eingerichtet. Auch auf dem Hamburger Stadtgebiet kam es zu Glätteunfällen, die aber zumeist beim Blechschaden blieben. Auch mussten immer wieder Äste abgesägt werden, weil sie unter der Schneelast abzustürzen drohten. Ein Lkw war am Samstagmorgen gegen 6 Uhr auf der A1 bei Hollenstedt ins Schleudern geraten und gegen die Leitplanke gekracht. Der querstehende Sattelzug blockierte zwei der drei Fahrbahnstreifen. Die Polizei musste die A1 komplett sperren. Kritische Situation auf der Köhlbrandbrücke Bereits am Freitagnachmittag hatte das Wetter auch für ein größeres Chaos in der Hansestadt gesorgt. Auf der Köhlbrandbrücke, die die Hansestadt mit der A7 verbindet, blieben Dutzende Lastwagen und Autos stecken. Sie schafften es nicht mehr die Brücke nach oben zufahren, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Lastwagen sei auch ins Rutschen gekommen und habe sich gedreht. Die Polizei war mehr als sechs Stunden damit beschäftigt, den Verkehr zu regeln. Erst als der Winterdienst die Brücke streute, konnten Fahrzeuge die Brücke wieder passieren. Zu Unfällen sei es nicht gekommen. Im ganzen Hafengebiet und auf den Autobahnen kam es zu langen Staus. DWD: Nacht zu Sonntag wird wieder glatt Laut Deutschen Wetterdienst soll es in Teilen Norddeutschlands immer wieder Schneeschauer und kurze Graupelgewitter geben. Gegen Samstagabend werden an der Nordsee schwere Sturmböen erwartet. In der Nacht wird es erneut deutliche Minustemperaturen geben.