Welt 22.02.2026
14:01 Uhr

Anonymer Spender schenkt Stadt 21 Kilo Goldbarren – und stellt eine besondere Bedingung


Ein anonymer Spender hat der japanischen Metropole Osaka Goldbarren im Wert von mehr als drei Millionen Euro geschenkt. Das Geld solle ausschließlich in die Sanierung maroder Wasserleitungen fließen, fordert der Spender.

Anonymer Spender schenkt Stadt 21 Kilo Goldbarren – und stellt eine besondere Bedingung
Tobias Wendl und Tobias Arlt tragen die deutsche Fahne bei der Abschlussfeier. Verblüffenderweise rodeln sie nicht in die Arena, sondern laufen. (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Ein anonymer Spender hat der japanischen Stadt Osaka Goldbarren im Wert von 560 Millionen Yen (mehr als drei Millionen Euro) geschenkt. Allerdings machte der unbekannte Gönner eine klare Ansage, was mit dem Geld passieren soll: eine Reparatur der teilweise maroden Wasserleitungen in Osaka (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/osaka/) . Bürgermeister Hideyuki Yokoyama sagte, die Spende sei bereits im vergangenen November bei der zuständigen Wasserbehörde eingegangen. Die Goldbarren hätten insgesamt ein Gewicht von 21 Kilogramm. „Das ist eine unglaubliche Summe, ich war sprachlos“, sagte Yokoyama am Donnerstag bei einem Pressetermin. „Die Sanierung alter Wasserleitungen erfordert enorme Investitionen, und ich kann mich für diese Spende gar nicht genug bedanken.“ Der Bürgermeister betonte, seine Stadt werde den Wunsch des Spenders respektieren und das Geld für die Verbesserung der Wasserversorgung verwenden. Ein Großteil der japanischen Infrastruktur wie Wasserleitungen und Abwasserkanäle entstand in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg (verlinkt auf https://www.welt.de/geschichte/article688b470d74590e27a46a19a7/erinnerung-an-hiroshima-japan-versteht-sich-als-das-letzte-opfer-des-zweiten-weltkriegs.html) und müsste teilweise dringend erneuert werden. Im vergangenen Jahr kam es zu einem tödlichen Unfall, als sich ein riesiges Erdloch (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/panorama_nt/article255268144/Erdloch-verschluckt-Lastwagen-auf-Kreuzung-nahe-Tokio.html) auftat und ein Lastwagen hineinstürzte. Der Vorfall stand im Zusammenhang mit einer beschädigten Abwasserleitung in Saitama nördlich von Tokio. In Osaka gab es im Geschäftsjahr bis März 2025 insgesamt 92 Fälle von Wasserrohrbrüchen unter den Straßen der Stadt, wie der Wasserwirtschaftsbeauftragte Eiji Kotani am Freitag der Nachrichtenagentur AP sagte. Mit 2,8 Millionen Einwohnern ist Osaka die drittgrößte Stadt des Landes.