Welt 14.12.2025
01:29 Uhr

Amoklauf an Elite-Universität –Täter noch immer auf freiem Fuß


An der Brown University in Providence kam es zu einem Amoklauf durch einen noch unbekannten Mann. Mindestens zwei Menschen sterben, es gibt zahlreiche Schwerverletzte. Der Täter ist auch mehrere Stunden nach der Tat noch immer nicht gefasst.

Amoklauf an Elite-Universität –Täter noch immer auf freiem Fuß

Uum 16.20 Uhr verschickt die Leitung der Brown-University in Rhode Island eine dringende Nachricht an ihre 11.000 Studenten. Sie warnt sie darin vor einem Mann, der bewaffnet über den Campus laufen würde. Er sei sehr gefährlich, und es wäre deshalb ratsam, im eigenen Zimmer zu bleiben oder sich irgendwo zu verstecken. Tatsächlich hatte zuvor ein schwarz gekleideter Mann einen Amoklauf in der Nähe des Barus & Holley Engineering-Gebäudes der Uni verübt. Er hatte mindestens zwei Menschen getötet und acht weitere angeschossen. Die Verletzten befänden sich in kritischem Zustand, sagte Bürgermeister Brett Smiley. Das Schlimmste aber, das er verkündete: Der Täter sei noch auf freiem Fuß. Die Universität gehört zur sogenannten „Ivy League“, den Elite-Universitäten im Nordosten der USA. Die Polizei teilte auf X mit: „Mehrere Schüsse im Bereich der Brown University. Die Ermittlungen laufen. Bitte bleiben Sie bis auf Weiteres in Ihren Häusern oder meiden Sie das Gebiet“. Wie US-Medien berichten. gab die Universität kurz vor 17 Uhr eine zweite Notfallwarnung heraus, in der sie behauptete, ein Verdächtiger sei festgenommen worden, sie widerrief diese Aussage jedoch Minuten später: „Bleiben Sie weiterhin zu Hause. Meiden Sie das Gebiet um Barus und Holley. Die Polizei hat noch keinen Verdächtigen in Gewahrsam und sucht weiterhin nach dem/den Verdächtigen. Verriegeln Sie die Türen, schalten Sie Ihre Telefone stumm und halten Sie sich bis auf Weiteres versteckt.“ Kleidungsstücke und Blutspuren auf dem Gehweg Auf einem Video war zu sehen, wie Polizisten mehreren Opfern am Boden in der Nähe der Bibliothek der Naturwissenschaften halfen. Unbestätigten Berichten zufolge soll es bis zu 20 Opfer gegeben haben. Der Lokalsender WPRI berichtete, auf einem Gehweg seien Kleidungsstücke und Blutspuren gefunden worden. Kurz nach 17.30 Uhr sollen drei Blocks entfernt vom ersten Tatort weitere Schüsse gefallen sein. Dan McKee, der Gouverneur von Rhode Island, sagte, sein Büro verfolge die Schießerei und arbeite mit den Strafverfolgungsbehörden eng zusammen. Auf X schrieb er: „Ich bete für unsere Gemeinde.“ Die Hintergründe des Amoklaufes sind nach wie vor unklar. Die südlich von Boston gelegene Stadt Providence hat rund 200.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Rhode Island. Noch immer sind die Menschen dort in Angst. Zwar sind mehr als 400 Polizei- und Rettungskräfte im Einsatz, darunter auch Einsatzkräfte der US-Bundespolizei FBI. Die Beamten hätten den Uni-Campus komplett abgeriegelt, dennoch wissen alle: Der Täter ist noch irgendwo dort unterwegs.