Welt 30.01.2026
14:36 Uhr

Am Montag fahren U-Bahnen und Busse in Hamburg wohl so gut wie gar nicht


In Hamburg wird am Montag wegen des 24‑Stunden‑Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi der Nahverkehr weitgehend lahmgelegt. Hochbahn und VHH rechnen damit, weder U‑Bahnen noch große Teile des Busverkehrs anbieten zu können. Betroffen ist auch das Umland.

Am Montag fahren U-Bahnen und Busse in Hamburg wohl so gut wie gar nicht

In Hamburg wird am Montag der Nahverkehr weitgehend zusammenbrechen – im schlimmsten Fall werden nur S-Bahnen und die Hadag-Fähren fahren. Wegen eines 24‑stündigen Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi rechnen die Hochbahn und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (vhh.mobility) damit, ab 3 Uhr morgens weder U‑Bahnen fahren lassen noch einen regulären Busbetrieb anbieten zu können. Betroffen sind auch weitere Teile des Umlands. Die Unternehmen teilen mit, dass sie „nicht damit rechnen“, den Betrieb überhaupt aufzunehmen. Spürbar wird das auch für Pendler aus den Kreisen Pinneberg, Segeberg, Stormarn und dem Herzogtum Lauenburg, wo die VHH einen Großteil des Busverkehrs stellt. Nur die Schulbusse sollen nach derzeitiger Planung fahren. Die Hochbahn bittet die Fahrgäste, am Montag auf „nicht erforderliche Fahrten“ zu verzichten und alternative Verkehrswege einzuplanen. Als Ausweichmöglichkeiten bleiben lediglich die S‑Bahn und die Regionalzüge, außerdem die Fähren der HADAG. Nicht betroffen vom Warnstreik sind zudem die Buslinien der VHH‑Tochter Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft sowie die On‑Demand‑Shuttles HVV Hop. Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen Hamburg ist Teil einer bundesweiten Ver.di‑Aktion, mit der die Gewerkschaft den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöht. Der ÖPNV in zahlreichen deutschen Städten soll am selben Tag bestreikt werden. Hintergrund sind Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen, mehr Personal und Entlastungen im Schichtdienst. Verdi argumentiert, der öffentliche Nahverkehr stehe bundesweit unter enormem Druck – und sei ohne spürbare Verbesserungen nicht zukunftsfähig. Die Arbeitgeberseite weist regelmäßig auf die finanzielle Lage vieler kommunaler Verkehrsunternehmen hin und warnt vor zusätzlichen Belastungen. Für die HVV‑Fahrgäste bleibt vorerst nur, sich fortlaufend zu informieren: App, Website und HVV-Switch sollen am Montag anzeigen, welche Linien bedient werden und welche Fahrten tatsächlich stattfinden.