Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt mit Sitz in Halle hat dafür grünes Licht gegeben. Hintergrund ist, dass die vorhandenen Kapazitäten nahezu erschöpft sind, wie die Behörde mitteilte. Die zusätzliche Ablagerungsfläche umfasst rund 11,4 Hektar. Außerdem wird die zulässige Einlagerungshöhe der bestehenden Deponie angehoben. Insgesamt entsteht dadurch ein zusätzliches Deponievolumen von rund zwei Millionen Kubikmeter. Dort sollen unter anderem mineralische Abfälle und asbesthaltige Baustoffe entsorgt und gesichert werden. Betreiber ist die kreiseigene Deponie GmbH; die Anlage ist seit 1994 in Betrieb. Das Landesverwaltungsamt hat den Angaben zufolge die Auswirkungen auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden und das Landschaftsbild geprüft. Im Ergebnis seien keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten, hieß es. Der Betreiber muss zusätzliche Grundwassermessstellen installieren, regelmäßige Umweltkontrollen durchführen und Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft vornehmen. Die Genehmigung stärke die regionale Entsorgungsinfrastruktur und vermeide zusätzliche Transportwege, so die Behörde.