Die großangelegte Suche nach einem vermissten achtjährigen Jungen in Frankfurt am Main dauert an. Die Fahndung laufe weiter, teilte die Polizei am Freitag mit. Es gebe „diverse Hinweise“, denen nachgegangen werde. Auch die Familie des Jungen werde überprüft. Derzeit verdichteten sich die Ermittlungen in diesem Bereich, hieß es. Das Kind war am Mittwochmorgen von einem Fahrdienst an der Weißfrauenschule im Bahnhofsviertel abgesetzt worden und ist seither verschwunden. „Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren. Ich hoffe, wir bekommen Licht ins Dunkel und es geht heute noch voran“, sagte ein Polizeisprecher am frühen Freitagmorgen. Weiterhin würden Hinweise, Fotos und Videos der Bevölkerung ausgewertet und das Umfeld des vermissten Jungen ausgeleuchtet, also auch sein Bekanntenkreis. Mögliche Zeugen in umliegenden Geschäften würden befragt und Videoaufnahmen ausgewertet. „Es hängen ja überall Kameras“, sagte der Polizeisprecher. Es gebe aber auch fragwürdige Hinweise, etwa von Bürgern, „die sich als Medium empfinden“. Am Donnerstag hatte die Polizei die Suche ausgeweitet: Ein Hubschrauber flog über die Innenstadt (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/innenstadt-frankfurt/) , Polizeiboote suchten den Main ab, mit Hunden wurde erneut das Schulgelände durchkämmt. Immerhin: In der Nähe der Schule wurde ein Ranzen gefunden, der mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Jungen gehörte, wie ein anderer Polizeisprecher sagte. Nach Angaben der Polizei war am Donnerstag eine dreistellige Zahl von Beamten im Einsatz. In der Nacht zum Freitag wurden die Maßnahmen vorerst zurückgefahren. Hinweisen gingen die Beamten jedoch weiter nach. Eine private Initiative unterstützte die Polizei mit ihren eigenen Hunden. Hoffnung auf Aufnahmen von Überwachungskameras Am Freitagmorgen sagte der Polizeisprecher, mit Polizeihunden und Helikopter werde vorerst nur dann weitergesucht, „wenn es einen Anlass gibt bei Hinweisen“. Entsprechend werde die Suche auch auf andere Regionen lediglich bei neuen Erkenntnissen ausgeweitet. Hoffnung setzt die Polizei abgesehen von Kameras von Geschäften auf die Videoüberwachung im Bahnhofsviertel (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/plus256324268/drogen-hotspot-frankfurts-neue-haerte-bahnhofsviertel-darf-kein-magnet-fuer-rauschgift-tourismus-sein.html) . Nach Angaben eines Sprechers wird dabei auch Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt. Auch im familiären Umfeld des Jungen ermittelten die Beamten. Die Polizei sucht weiter nach Menschen, die den Jungen nach 8 Uhr am Mittwochmorgen gesehen haben. Er ist etwa 135 Zentimeter groß und trug eine schwarze Daunenjacke, eine grün-gelb-blaue Pudelmütze und hatte einen blauen Schulranzen mit Astronauten bei sich.