Nach dem Farbanschlag auf das Wohnhaus des Leiters des Bremer Verfassungsschutzes ist ein Bekennerschreiben auf einer linksextremistischen Internetplattform veröffentlicht worden. Der Text beschreibe den nächtlichen Angriff und erläutere die Motivation zur Tat, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der Staatsschutz prüfe derzeit die Echtheit des Schreibens und ermittle weiter. Die Verfasser des Schreibens lehnen nach Polizeiangaben den Verfassungsschutz grundsätzlich ab und fordern seine Abschaffung. Außerdem werde darin den Verantwortlichen der Behörde gedroht. Auto von unbeteiligten Nachbarn beschädigt Unbekannte hatten in der Nacht auf Samstag mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen die Hauswand des Behördenchefs Thorge Koehler geworfen. Zudem hatten sie laut der Polizei die Scheiben eines in der Nähe abgestellten Autos einer benachbarten Familie eingeschlagen und die Reifen zerstochen. Bremens Innensenatorin Eva Högl (SPD) verurteilte die Tat scharf als „absolute Grenzüberschreitung“. Die Attacke steht ihr zufolge wahrscheinlich mit der vermeintlichen Enttarnung einer V-Person in der linksextremistischen Szene in Zusammenhang. „Der Angriff zeigt überdeutlich, dass gewalttätige Extremisten (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/extremismus/) völlig zu Recht in Bremen intensiv beobachtet werden und im Fokus der Sicherheitsbehörden stehen“, sagte die Senatorin. Kevin Lenkeit, SPD-Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, äußerte sich auf der Plattform X (verlinkt auf https://x.com/k_lenkeit/status/2015032042065403970) ähnlich kritisch. „Keinen Millimeter den Verfassungsfeinden und volle Solidarität mit dem Leiter des Verfassungsschutzes“, schrieb der Sprecher für Inneres. „Es darf auch weiterhin keine falsche romantisierend der linksextremen Szene in Bremen geben.“ Auch die Bremer WerteUnion verurteilte den Farbanschlag. Dieser sei „ein gezielter Einschüchterungsversuch gegen den Staat und damit ein direkter Angriff auf den Rechtsstaat“, erklärte die Kleinpartei auf X (verlinkt auf https://x.com/WerteUnionHB/status/2015120269216522457) . „Gewalt bleibt Gewalt! Unabhängig davon, ob sie von rechts, links oder religiös motiviert ausgeübt wird.“