Welt 28.01.2026
21:33 Uhr

„ANTWORTEN WIE NIE ZUVOR“ – Iran reagiert mit Trump-Imitation auf Drohung


Donald Trump droht mit einer Attacke gegen den Iran. Jetzt reagiert die Islamische Republik – mit einem Beitrag im Stil des US-Präsidenten. Teheran zeigt sich gesprächsbereit, warnt aber vor Konsequenzen bei weiterem Druck.

„ANTWORTEN WIE NIE ZUVOR“ – Iran reagiert mit Trump-Imitation auf Drohung

Die UN-Vertretung Irans hat die Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer Imitation gekontert. Nachdem Trump zum wiederholten Mal mit einem Angriff gedroht (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article6972bb6ca556635b0a2349a2/proteste-gegen-mullah-regime-wir-haben-eine-riesige-flotte-die-in-diese-richtung-unterwegs-ist-sagt-trump-bezueglich-iran.html) hatte, ahmte die iranische UN-Vertretung auf der Plattform X Trumps Wortwahl und Vorliebe für Großbuchstaben nach. „Der Iran ist bereit für einen Dialog auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und gemeinsamer Interessen – ABER WENN ER UNTER DRUCK GESETZT WIRD, WIRD ER SICH VERTEIDIGEN UND ANTWORTEN WIE NIE ZUVOR!“, schrieb sie. Zuvor hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social gefordert, der Iran müsse schnell an den Verhandlungstisch kommen und ein faires und gerechtes Abkommen aushandeln. Er forderte „KEINE ATOMWAFFEN“ und „MACHT EIN ABKOMMEN“. Sollte dies nicht geschehen, werde der nächste Angriff „weitaus schlimmer“ ausfallen als der vorangegangene auf die iranischen Atomanlagen. Die Zeit laufe ab, mahnte der Präsident. Er verwies zudem auf eine US-„Armada“, die auf dem Weg in die Region sei. Er bezog sich dabei auf einen Flottenverband um den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“, der Anfang der Woche im Nahen Osten eingetroffen ist. Rubio: Irans Führung schwächer als je zuvor Rhetorisch scharf äußerte sich am Mittwoch auch Außenminister Marco Rubio: Er bezeichnete die iranische Führung als so schwach wie nie zuvor. Die Wirtschaft des Landes liege am Boden, sagte Rubio vor einem ‍Kongressausschuss. Er prognostizierte, dass die Proteste auf der Straße wieder aufflammen würden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat sich Trump einem Regierungsmitarbeiter zufolge noch nicht für einen Militärschlag entschieden. Die geschwächte Lage der iranischen Regierung mache es für die USA vorteilhaft, auf ein Abkommen zur Entnuklearisierung zu drängen.