Die Handballer (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/handball/) aus Slowenien und Montenegro haben bei der Europameisterschaft (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/handball/article696960c804401bff3baa46dd/handball-em-die-wichtigste-erkenntnis-deutschland-ist-komplett-abwehrbereit.html) einen Rekord aufgestellt. Insgesamt 81 Tore fielen beim dramatischen 41:40-Sieg der Slowenen in ihrem ersten Vorrundenspiel in Norwegens Hauptstadt Oslo. Bester Schütze des Abends war der Montenegriner Branko Vujović, der elf seiner 14 Versuche im gegnerischen Tor unterbringen konnte. Zum Sieg reichte diese Ausbeute aber nicht. Die bisherige Bestmarke der meisten Tore bei einem EM-Spiel wurde um gleich vier Treffer übertroffen. Sie datierte nach Angaben der Europäischen Handball-Föderation (EHF) aus dem EM-Jahr 2016. Damals setzte sich Belarus mit 39:38 gegen Island durch. Der WM-Bestwert von 80 Toren aus dem Jahr 2003 wurde ebenfalls übertroffen – damals setzte sich Russland mit 42:38 gegen Rumänien durch. Die favorisierten Slowenen haben nun gute Chancen, in die Hauptrunde einzuziehen. Weitere Gegner sind die Schweiz und die Färöer. Heftige Niederlage für Hanning und Italien Im Parallelspiel hat Bob Hanning bei seinem ersten EM-Auftritt als italienischer Nationaltrainer eine heftige Klatsche kassiert. Die teils überforderten Azzurri, die erstmals seit 1998 wieder bei einer Handball-Europameisterschaft antreten, wurden zum Vorrundenauftakt von Island regelrecht überrollt und gingen mit 26:39 (12:21) unter. Die Isländer gelten für viele Experten als Medaillenkandidat. Der frühere DHB-Vizepräsident Hanning, der auch Geschäftsführer des deutschen Meisters Füchse Berlin ist, hatte die Italiener im Vorjahr übernommen. Er ist der einzige deutsche Trainer bei der Europameisterschaft. Ziel mit Italien ist es, die Mannschaft wieder zu einem Dauergast auf internationalem Parkett und die Sportart im eigenen Land populärer zu machen. Weitere Gegner der Italiener sind am Sonntag Ungarn und am Dienstag Polen. Nur die besten zwei Teams jeder Vorrundengruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde. Hanning hatte die zweite Turnierphase als Ziel ausgerufen – auch wenn die Südeuropäer Außenseiter seien. Deutlich besser lief es für Topfavorit Dänemark. Der Olympiasieger und Weltmeister um Welthandballer Mathias Gidsel gewann sein Auftaktspiel gegen Nordmazedonien mit 36:24. Sofern sich beide Teams qualifizieren, könnte es in der Hauptrunde zum Duell der Dänen mit Deutschland kommen. Die Co-Gastgeber warten seit 2012 auf einen EM-Titel.