Im Schicksal eines sechsjährigen Mädchens spiegelt sich das ganze Ausmaß der menschlichen Tragödie des schweren Zugunglücks in Spanien (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article696e8dd0a1b598e300ef45a8/spanien-zahl-der-todesopfer-bei-bahnunglueck-steigt-auf-mindestens-40-auch-deutsche-staatsangehoerige-unter-opfern.html) . Nach dem Zusammenprall von zwei Hochgeschwindigkeitszügen bei der Gemeinde Adamuz irrte die Kleine zwischen den Trümmern herum, bis sie von zwei Ersthelfern in Sicherheit gebracht wurde, wie die spanische Zeitung „El País“ berichtete. Während zunächst noch Hoffnung bestand, dass auch ihre Eltern, ihr zwölfjähriger Bruder und ihr Cousin überlebt haben könnten, gab es später traurige Gewissheit. Sie waren in den Trümmern eines der verunglückten Züge ums Leben gekommen. Die Großmutter des Mädchens wartete auf dem Bahnhof von Huelva, wohin der verunglückte Renfe-Zug unterwegs war, auf Nachrichten von ihren Angehörigen. Zeitweise habe es das Gerücht gegeben, auch der Bruder habe überlebt und werde in einem Krankenhaus in Córdoba behandelt. Dabei handelte es sich jedoch um eine Verwechslung, wie die Zeitung schrieb. Die Großmutter konnte nur noch ihre Enkelin in die Arme schließen. Die Familie stammte aus dem Ort Aljaraque und betrieb ein Bekleidungsgeschäft im nahe gelegenen Küstenort Punta Umbría. Sie befanden sich auf dem Rückweg aus Madrid, wo sie ein Fußballspiel von Real Madrid besucht hatten, berichtete die Zeitung weiter. Der Bürgermeister von Punta Umbría, José Carlos Hernández, sagte, der ganze Ort sei „tief erschüttert“. Die Familie sei sehr beliebt gewesen. Bis zu 43 Tote befürchtet Die Behörden befürchteten, dass bei der Kollision bis zu 43 Menschen ums Leben gekommen sind. Die Zahl der Todesopfer steig am Dienstag auf 42. Im Laufe des Tages seien drei Leichen aus den Trümmern von Waggons geborgen worden. Die Zahl der als vermisst gemeldeten Personen lag weiter bei 43 und die Suche nach möglichen weiteren Opfern dauerte an. Bei dem Zusammenstoß von zwei Hochgeschwindigkeitszügen waren am Sonntagabend auch Dutzende Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Neun von ihnen würden noch auf Intensivstationen behandelt, teilte die Regionalregierung weiter auf X (verlinkt auf https://x.com/AndaluciaJunta) mit. Die Identifizierung der Opfer gestaltete sich schwierig. Die Behörden baten Familien um DNA-Proben, um die Identifikation zu beschleunigen. Im Fernsehen beklagten Angehörige mangelnde und nur schleppende Informationen über das Schicksal von Vermissten. Die zuständige Justizbehörde in Córdoba teilte mit, bisher seien zehn Todesopfer identifiziert worden. Angaben zur Identität oder Nationalität wurden nicht gemacht.