Welt 12.01.2026
12:10 Uhr

1a Glätte – Eiskunstläufer trainieren in Berlin auf Gehwegen


Wintersportler finden in Berlin derzeit optimale Bedingungen vor: Die vielen ungestreuten Bürgersteige bieten hervorragende Trainingsmöglichkeiten.

1a Glätte – Eiskunstläufer trainieren in Berlin auf Gehwegen

Endlich läuft mal was glatt in der Hauptstadt! Immer mehr Eiskunstläufer verlegen ihre Trainingseinheiten an die frische Luft. „Das Eis auf den Gehwegen in Berlin ist vielerorts einfach deutlich besser als in der Halle“, sagen Jenny Schlidder und Enrico Rutschkowski stellvertretend für die vielen Eiskunstlaufpaare, die seit Tagen die Berliner Trottoirs bevölkern. Man sei dem Senat, Stadtreinigung und den Hauseigentümern (verlinkt auf https://www.welt.de/regionales/berlin/article6961d9b2fa56382de1f65572/stadtreinigung-raeumung-von-gehwegen-waere-komplex-und-teuer.html) unglaublich dankbar für die optimalen Trainingsbedingungen, die die Eissportszene auf den nach wie vor spiegelglatten Trottoirs vorfinde, erklären Schlidder und Rutschkowski, während sie mit fließenden Bewegungen einen Wurf-Twist auf dem Bürgersteig der winterlichen Genickbruchstraße in Weißensee üben. Berlin einmal für etwas gut „Gar nicht auszudenken, wenn hier jemand durch Schneeschippen die Eisbildung verhindert hätte oder in Berlin der Einsatz von Tausalz wie im rot-grünen Hamburg (verlinkt auf https://www.welt.de/regionales/hamburg/article695d2c868dd8bd1bb409890b/winterwetter-senat-bricht-mit-dem-tabu-tausalz-cdu-attackiert-rot-gruen-wegen-raeumproblemen.html) erlaubt wäre“, zeigt sich das Paar erleichtert. Und offenbar zahlt sich die Maßnahme zur Popularisierung des Eissports in allen Teilen der Berliner Bevölkerung aus: Just, als das Paar ein paar Entspannungsrunden über das Trottoir dreht, vollführt eine rüstige Rentnerin vor ihrem Hauseingang eine eingesprungene Sitzpirouette mit anschließendem Toeloop und zusätzlicher Todesspirale. Auf die anerkennenden Worte der Profis reagiert die alte Dame mit herzerfrischender Berliner Schnauze: „Was glotzt ihr so? Ich hab‘ mich hier voll auf die Fresse geleg (verlinkt auf https://www.bild.de/regional/berlin/gunnar-schupelius-gefaehrliches-glatteis-tausalz-muss-erlaubt-sein-6963a8ba4d1d5f581eeb3399) t, ihr Backpfeifengesichter!“ Große Ehre für Kai Wegner Während sich Berlin aufgrund der Kostenersparnis nun nicht mehr für die Olympischen Sommerspiele, sondern für die Winterspiele bewerben will, zeigt man sich in der deutschen Eiskunstlaufszene begeistert von den Impulsen aus der Hauptstadt. Wie es heißt, wollen jetzt viele Tanzpaare neben einfachem Rittberger und Doppel-Axel den nach Berlins Regierendem Bürgermeister benannten dreifachen Kai in ihre Kür integrieren – er besteht gleichzeitig aus Tennis, Herumeiern und seltsamen Verrenkungen (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article695e8ee2af760025de95dae5/kai-wegner-dann-habe-ich-von-13-bis-14-uhr-tennis-gespielt-weil-ich-einfach-den-kopf-freikriegen-wollte-sagt-wegner.html) . Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf http://www.facebook.com/glasauge.satire) , X (verlinkt auf https://twitter.com/WELT_GLASAUGE) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!