Festnahme im Fall Yosef: Nach dem tödlichen Gewaltverbrechen an dem 14-Jährige in Dormagen steht ein Kind unter dringendem Tatverdacht. Weitere Details nannten Polizei und Staatsanwaltschaft mit Verweis auf Jugend- und Persönlichkeitsschutz nicht, die Ermittlungen laufen weiter. Wie die „Bild“-Zeitung meldet (verlinkt auf https://www.bild.de/news/festnahme-in-nrw-mordfall-yosef-14-polizei-nimmt-kind-fest-6985b5b3ad1f115725ece6c6) , soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 12-jährigen Deutschen handeln. Die Ermittler gehen dem Bericht zufolge von einer geplanten Tat aus, der mutmaßliche Täter habe allein gehandelt. Der am vergangenen Mittwoch an einem See am Stadtrand von Dormagen tot aufgefundene 14-Jährige starb an Stich- und Schnittverletzungen, wie die Polizei nach der Obduktion der Leiche mitteilten. Yosef war am Mittag des 28. Januars zuletzt lebend gesehen worden. Gegen 17.00 Uhr entdeckte ein Spaziergänger seine Leiche. Nach Angaben von Reportern, die mit der Mutter des Jungen sprachen, wollte das Kind angeblich nur kurz zum örtlichen Schützenverein gehen. Ermittler hatten dann bis in die Nacht hinein und am Folgetag akribisch Spuren am Fundort gesucht und gesichert. Für eine rassistische oder rechtsextreme Tat gebe es bislang keine Anhaltspunkte, so Staatsanwältin Janne Jakobek. Belohnung von 10.000 Euro ausgelobt Bereits zuvor hatten die Ermittler von einem möglichen Tötungsdelikt gesprochen und die Bevölkerung um Hinweise gebeten. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und die Stadt Dormagen lobten jeweils eine Belohnung von 5000 Euro für entscheidende Hinweise aus, insgesamt also 10.000 Euro. Der 14-Jährige, der aus Eritrea stammt, lebte seit dem Jahr 2018 in Dormagen in einer städtischen Unterkunft. Yosef habe eine örtliche Schule besucht und sei voll in die Stadtgesellschaft integriert gewesen, zudem war er im örtlichen Fußballverein aktiv. „Yosef war ein äußerst beliebter Junge, der nicht nur im Verein, sondern auch in der ganzen Dorfgemeinschaft hochgeschätzt wurde. Sein strahlendes Lächeln und sein außergewöhnlicher Teamgeist haben ihn zu einem wertvollen Mitglied in unserem Verein gemacht“, hieß es auf der Homepage. Am vergangenen Wochenende hatten rund 2000 Menschen an einem Trauerzug für den getöteten Jugendlichen teilgenommen.