Die Bundespolizei Aachen konnte auf einen Schlag gleich mehrere Fahndungen vollstrecken. Die Auswertung der Personaldaten allerdings dauerte etwas länger – aus Gründen. Aber der Reihe nach: Aus Belgien eingereist war am gestrigen Montag ein 21-jähriger Marokkaner, bei der Überprüfung am Hauptbahnhof durch die Beamten zeigte er laut Polizeimeldung (verlinkt auf https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70116/6190687) zunächst nur einen Bewohnerausweis von einer belgischen Asylunterkunft vor. Bei der Überprüfung seiner Fingerabdrücke stießen die Beamten dann auf sieben verschiedene Personaldaten zu dem Mann, der offenbar auch, so heißt es in der Mitteilung, viel in Deutschland herumgekommen sei. Insgesamt elf offene Fahndungen lagen für den 21-Jährigen vor, nach ihm suchten unter anderem die Staatsanwaltschaften in Köln, Freiburg, Mainz, Dortmund und Offenburg. Eine bemerkenswerte Strafakte, auch angesichts der Tatsache, der der Mann offiziell erst im Oktober 2024 nach Deutschland eingereist war. Begangen hatte der Marokkaner demnach verschiedenste Delikte, darunter waren unter anderem Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, Diebstahl, das Erschleichen von Leistungen und Hausfriedensbruch. Auch zwei Haftbefehle lagen gegen den Mann vor. Einmal von der Staatsanwaltschaft Heilbronn, wegen einer nicht gezahlten Geldstrafe von 484,50 Euro Geldstrafe und einer zehntägigen Haftstrafe. Ein weiterer Haftbefehl mit Einreise- und Aufenthaltsverbot war von der Bundespolizeidirektion Stuttgart hinterlegt. Der 21-Jährige wurde mittlerweile in die JVA Aachen überstellt.