Welt 18.02.2026
17:00 Uhr

1,5 Kilo Cannabis im Keller der Oma – was der Enkel noch versteckt hatte


Bei einem mutmaßlichen Drogengeschäft am Elmshorner Bahnhof greift die Bundespolizei ein. Der Einsatz führt zu Durchsuchungen in Wohnung und Keller eines Verdächtigen – und schließlich zu einem Fund, der die Ermittler wohl selbst überrascht hat.

1,5 Kilo Cannabis im Keller der Oma – was der Enkel noch versteckt hatte

Bundespolizisten sind in Elmshorn bei Hamburg auf ein mutmaßliches Drogengeschäft aufmerksam geworden – und haben anschließend eine Reihe von Durchsuchungen ausgelöst, die sie Schritt für Schritt immer tiefer in das Umfeld eines 20-Jährigen führte. Gegen 16 Uhr am Dienstag fiel einer Streife in der Nähe des Elmshorner Bahnhofs die Übergabe eines kleinen Päckchens zwischen zwei Männern auf. Die Beamten gingen von einem Drogengeschäft aus und wollten den 20-Jährigen mutmaßlichen Dealer und den 41 Jahre alten mutmaßlichen Käufer zum Revier der Bundespolizei bringen. Doch der Jüngere sperrte sich gegen die Maßnahme und versuchte, sich loszureißen. Die Polizisten legten ihm daraufhin Handfesseln an. In den Diensträumen wurden beide durchsucht. Beim 20-Jährigen entdeckten die Beamten mehrere Konsumeinheiten Cannabis sowie eine Tüte mit drei Kugeln mutmaßlichen Heroins. Außerdem führte er eine mittlere dreistellige Summe Bargeld in „szenetypischer Stückelung“ bei sich. Der 41-Jährige wiederum trug eine geringe Menge Cannabis bei sich und wurde später wieder entlassen. Der Kriminaldauerdienst der Landespolizei Schleswig-Holstein übernahm im Anschluss die weiteren Schritte und beantragte einen richterlichen Beschluss zur Durchsuchung der Wohnung des 20-Jährigen. Verbotene Waffe in Wohnung sichergestellt Noch am selben Abend durchsuchten Landes- und Bundespolizisten die Wohnung des Mannes. Drogen fanden sie zunächst keine. Dafür lag in der Wohnung ein Schlagring – eine verbotene Waffe, die eingezogen wurde. Der Einsatz setzte sich im Keller fort, wo auch das dem 20-Jährigen zugeordnete Abteil durchsucht wurde – ebenfalls ohne Fund. Doch als die Beamten im engen Kellergang standen, fiel ihnen ein süßlicher, typischer Cannabigeruch auf. Er kam nicht aus dem eben kontrollierten Raum, sondern aus dem angrenzenden Abteil – jenem der Großmutter des Verdächtigen. Mit diesem neuen Hinweis wurde der Durchsuchungsbeschluss erweitert. Im Keller der Großmutter stießen sie schließlich auf das, was sie bislang vergeblich gesucht hatten: rund 1,5 Kilogramm Cannabis. Hinweise darauf, dass die Großmutter von der Nutzung ihres Kellerabteils wusste, liegen bislang nicht vor. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde der 20-Jährige wieder entlassen. Gegen ihn laufen nun allerdings mehrere Ermittlungsverfahren – wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, wegen Handels mit Betäubungsmitteln sowie wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.