SpOn 23.01.2026
07:00 Uhr

»Riesige Flotte auf dem Weg« – Trump droht Iran erneut mit Militärschlag


US-Präsident Trump schließt ein militärisches Eingreifen gegen Iran nicht aus. Wegen des anhaltenden Protests hat Teheran angedeutet, die Hinrichtungen von Regimegegnern wieder ‌aufnehmen zu wollen.

»Riesige Flotte auf dem Weg« – Trump droht Iran erneut mit Militärschlag

US-Präsident Donald Trump schließt ein militärisches Eingreifen seines Landes in Iran weiterhin nicht aus. »Wir haben eine riesige Flotte, die in diese Richtung unterwegs ist«, sagte der Republikaner vor Journalisten auf dem Rückweg aus Davos nach Washington. »Und vielleicht müssen wir sie nicht einsetzen, wir werden sehen«, fügte er hinzu. Viele Schiffe befänden sich nur für den Fall der Fälle auf dem Weg in die Region. »Ich würde es vorziehen, wenn nichts passiert, aber wir beobachten sie sehr genau«, sagte Trump über Iran. Zeitnah ‍würden zudem die 25-prozentigen Strafzölle für Handelspartner der Islamischen Republik in Kraft treten.

Mindestens 5000 Menschen getötet

Bereits Ende der vergangenen Woche hatten US-Medien berichtet, dass der Flugzeugträger USS »Abraham Lincoln« und Begleitschiffe auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in die Region seien. Der von einem Atomreaktor angetriebene Flugzeugträger transportiert üblicherweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet.

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Bei den Protesten in ​Iran sind nach Angaben ‌eines Insiders aus ⁠der Regierung mindestens 5000 Menschen getötet worden. Darunter seien etwa 500 Angehörige der Sicherheitskräfte, sagte der Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt ⁠werden wollte, am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Die iranische Justiz hatte angedeutet, dass Hinrichtungen wieder ‌aufgenommen werden könnten. Noch am Freitag vor einer Woche hatte ‍Trump der Führung Irans dafür gedankt, geplante Hinrichtungen von 800 Menschen ausgesetzt zu haben. Die ‍USA hatten deswegen zunächst auf einen ⁠Angriff verzichtet.

Jüngst sprach sich der US-Präsident auch für einen Regierungswechsel in Iran aus, nachdem ihn der oberste Führer der Islamischen Republik als »Verbrecher« bezeichnet hatte.

fhi/dpa/Reuters