»Nicht akut gesundheitsgefährdend, aber unappetitlich«: In 14 von 23 untersuchten Hähnchenbrustfilets hat »Öko-Test« antibiotikaresistente Keime nachgewiesen. Auch Fleisch von Tieren aus Biohaltung sei belastet.
In Bioprodukten seien Antibiotika und resistente Keime eigentlich deutlich seltener, schreibt etwa die Verbraucherzentrale . Wie die Bakterien in die getesteten Proben gekommen sind, ist unklar, räumt »Öko-Test« ein. Ein betroffener Lieferant habe etwa mitgeteilt, dass es im Biomastbetrieb einer Probe nachweislich keinen Antibiotikaeinsatz gegeben habe. Die Keime könnten jedoch auch beim Schlachten auf das Fleisch übertragen worden sein, schreibt »Öko-Test«.
Resistente und andere Bakterien kommen häufig in und auf Hähnchenfleisch vor, heißt es vom Bundesinstitut für Risikobewertung . Wer ein paar Dinge beachtet, braucht sich keine Sorgen zu machen: »Wird das Fleisch ausreichend durcherhitzt, werden diese Bakterien abgetötet«, rät das Bundesinstitut. Dafür müsse die Temperatur im Kern für mindestens zwei Minuten 70 Grad betragen. »Weiterhin sollten rohes Fleisch und verzehrfertige Lebensmittel konsequent getrennt und Hände, Küchenutensilien und Zubereitungsflächen nach Kontakt mit rohen tierischen Lebensmitteln und vor der Zubereitung anderer Lebensmittel gründlich gereinigt werden.«
Um Tiere in Ställen gesund zu halten, greifen Landwirte zu Antibiotika. Resistente Erreger können jedoch zum Risiko für Menschen werden: Weltweit sei jede sechste im Labor bestätigte bakterielle Infektion durch antibiotikaresistente Erreger ausgelöst worden, heißt es etwa von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
