SpOn 18.02.2026
10:52 Uhr

»New York Times«: Warren Buffett steigt bei der Zeitung ein


Er ist einer der erfolgreichsten Investoren der Welt: Mit 95 Jahren hat sich Warren Buffett aus dem Geschäft zurückgezogen, aber Ende 2025 passte er sein Portfolio noch einmal an, mit einigen Überraschungen.

»New York Times«: Warren Buffett steigt bei der Zeitung ein

Er galt als das »Orakel von Omaha«, dessen Einschätzungen die Finanzmärkte beeinflussten. Mit rund 145 Milliarden Dollar Vermögen gilt Warren Buffett als einer der erfolgreichsten Investoren der Welt. Zum Jahreswechsel hat der 95-Jährige seinen Posten als Chef der Investmentholding Berkshire Hathaway abgegeben. Nun wird klar, welches Aktiendepot er an seinen Nachfolger Greg Abel übergeben hat.

Am Dienstagabend veröffentlichte die Börsenaufsicht SEC, wie sein Depot am 31. Dezember aussah. Dabei zeigte sich ein überraschender Neuzugang: Berkshire ist bei der traditionsreichen »New York Times« eingestiegen, hält nun rund fünf Millionen Aktien im Wert von 351,7 Millionen Dollar. Die Aktie der Tageszeitung zeigte umgehend eine Reaktion und legte im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent zu. Wenn Buffett sich an börsennotierten Unternehmen beteiligt, wird das seit Jahrzehnten als klares Qualitätsmerkmal wahrgenommen.

Der Schritt kommt umso überraschender, weil sich Berkshire noch vor sechs Jahren von allen seinen Zeitungsbeteiligungen getrennt hatte. Den damaligen Schritt hatte Buffett mit dem Niedergang der Branche begründet. Die »New York Times« hat zwar ihre Wurzeln im Zeitungsgeschäft, ist heute aber ein Digitalunternehmen mit beliebten Spielen wie Wordle, der bekannten Sportplattform »The Athletic« und zählt insgesamt mehr als 12 Millionen digitale Abonnenten.

Hoffnung auf Öl-Boom in Venezuela

Außerdem setzt Berkshire weiter stark aufs Ölgeschäft, die Gesellschaft kaufte im vergangenen Quartal rund acht Millionen Aktien des Öl-Konzerns Chevron. Diese Investition dürfte sich bereits ausgezahlt haben: Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump – Venezuelas Ölgeschäft wiederzubeleben – hat die Aktie stark zugelegt.

Hingegen reduzierte Berkshire seine Position bei Amazon deutlich. Die Investmentgesellschaft verkaufte im vierten Quartal knapp acht Millionen Aktien des Onlinehändlers und stutzte sie damit um 77 Prozent. Seit Längerem steht die Aktie des Unternehmens stark unter Druck, viele Investoren zweifeln, ob sich die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz rechnen. Gegenüber ihrem Rekordhoch aus dem vergangenen November hat die Aktie mehr als 20 Prozent an Wert verloren.

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Auch die Beteiligungen an Apple und der Bank of America, die beiden größten Positionen im Depot, hat Berkshire stark reduziert und im vierten Quartal erneut leicht gestutzt. Lesen Sie hier, was Sie als Privatanleger von Buffet lernen können.

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