»Viele von euch haben gefragt, wie es mir geht«, so begann Evangeline Lilly am 2. Januar eine Instagram-Botschaft an ihre Fans. »Viele von euch haben sich nach dem Gehirnscan erkundigt, von dem ihr gehört habt, dass ich ihn gemacht habe.« Die Ergebnisse dieses Scans lägen nun vor, fuhr sie fort – und offenbarte dann: »Fast alle Bereiche meines Gehirns funktionieren nur noch eingeschränkt.«
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Die 46-Jährige habe aufgrund einer »traumatischen Hirnverletzung (TBI)« sowie eventuell anderer Faktoren eine Hirnschädigung erlitten. Auslöser war ein Sturz auf Hawaii im vergangenen Frühjahr. Lilly war damals laut eigener Schilderung am Strand ohnmächtig geworden und mit dem Kopf auf Felsen geschlagen. Die Schauspielerin hatte Fotos von sich mit einer genähten Wunde zwischen Lippen und Nase sowie Schrammen im Gesicht gepostet.
Nun habe sie durch den Scan Aufklärung über seitdem auftretende Symptome wie Kopfschmerzen und kognitive Einschränkungen erhalten, sagte sie. »Meine Aufgabe ist es nun, gemeinsam mit meinen Ärzten der Sache auf den Grund zu gehen.«
Nach eigener Aussage leidet Lilly seit ihrer Kindheit unter Ohnmachtsanfällen, die durch Hypoglykämie, niedrigen Blutzucker, ausgelöst werden. Die in Saskatchewan geborene Kanadierin wurde Anfang der Nullerjahre in der populären US-Mysteryserie »Lost« bekannt, in der sie zwischen 2004 und 2010 eine der Hauptrollen als Kate Austen spielte. Zuletzt machte Lilly im Marvel Cinematic Universe auf sich aufmerksam. In den »Ant-Man«-Filmen des Comic-Konzerns spielte sie neben Paul Rudd und Michael Douglas die Rolle der »Wasp« Hope Van Dyne. Zwischenzeitlich war sie auch als Tauriel in Peter Jacksons »Hobbit«-Trilogie und in Kathryn Bigelows »The Hurt Locker« zu sehen.
Seit Mitte der Zehnerjahre veröffentlicht Lilly außerdem Bücher. Ihre Kinderbuchreihe »The Squickerwonkers« erzählt von einer Gruppe von jungen Außenseitern, die gemeinsam Fantasyabenteuer bewältigen müssen. Zunächst wird sie sich allerdings auf ihre Genesung konzentrieren müssen. Sie werde sich jetzt an die harte Arbeit machen, ihr Gesundheitsproblem zu lösen, sagte sie auf Instagram, »worauf ich mich nicht gerade freue – ich habe das Gefühl, dass ich nichts anderes tue, als hart zu arbeiten. Aber das ist in Ordnung. Mein kognitiver Verfall ist darauf zurückzuführen, dass ich mir das Gesicht aufgeschlagen habe, (aber) es hat mir auch dabei geholfen, langsamer zu werden.«

