Am Montag jubelten viele Menschen im spanischen Villamanín über Lottogewinne in Höhe von fast 35 Millionen Euro. Die berühmte Weihnachtslotterie El Gordo hatte es möglich gemacht. Doch die Freude schlug wenige Tage später in Ärger und Entsetzen um. Der Grund: Das private Festkomitee des Ortes hatte versehentlich mehr Anteilsscheine an offiziellen Losen verkauft, als es selbst eingekauft hatte. Damit wären einige Lottogewinner im Ort leer ausgegangen. Doch nun gibt es eine gütliche Einigung.
Ein ganzes offizielles Los in der Weihnachtslotterie kostet 200 Euro, ein Zehntellos gibt es für 20 Euro. Wer 20 Euro ausgibt, bekommt also nur einen Anteil am Los. Alle Personen, die einen Anteilsschein auf das Los mit der Nummer des Hauptgewinns der spanischen Weihnachtslotterie besitzen, sollen ihren Gewinn nun fast vollständig erhalten. Das berichten spanische Medien übereinstimmend.
Damit doch alle etwas vom Geldsegen erhalten, bekommen alle etwas weniger: So verzichtet das Festkomitee auf einen Teil des Gewinns. Und alle anderen Losinhaber verzichten außerdem auf einen kleinen Teil ihres Anspruchs. Dies sei bei einer mehr als dreistündigen hitzigen Versammlung der Losinhaber entschieden worden, berichten die Regionalzeitungen »Diario de León« und »Leonoticias« sowie weitere Medien in ganz Spanien.
- Spaniens Weihnachtslotterie »El Gordo«: Waldbrandopfer gewinnen per Los 468 Millionen Euro
- Spaniens Weihnachtslotterie: Flutopfer haben Losglück bei »El Gordo«
- Lottogewinn, Erbe, Influencerkarriere: Was Sie tun müssen, wenn Sie plötzlich Millionär sind Von Michael Brächer, Pascal Mühle und Alexander Preker
In Spanien ist es nicht unüblich, dass private Gemeinschaften und Vereine Anteilsscheine für wohltätige Zwecke verkaufen. Und die Vereine bringen ihre Stückelungen der Lose meist für fünf bis zehn Euro unter die Leute – irgendwo an dieser Stelle muss in Villamanín ein Fehler passiert sein.
Insgesamt hatte es in der Gemeinde, in der nur knapp 1000 Einwohnerinnen und Einwohner leben, ungedeckte Gewinnerwartungen in Höhe von rund vier Millionen Euro gegeben.
