SpOn 27.12.2025
12:36 Uhr

»El Gordo«: Lottogewinner wären fast leer ausgegangen, doch die Gemeinde findet eine Lösung


Bei der berühmten spanischen Weihnachtslotterie gewinnen Menschen im Ort Villamanín fast 35 Millionen Euro – bei einigen war der Schein allerdings gar nicht gedeckt. Doch es gibt ein Happy End.

»El Gordo«: Lottogewinner wären fast leer ausgegangen, doch die Gemeinde findet eine Lösung

Am Montag jubelten viele Menschen im spanischen Villamanín über Lottogewinne in Höhe von fast 35 Millionen Euro. Die berühmte Weihnachtslotterie El Gordo hatte es möglich gemacht. Doch die Freude schlug wenige Tage später in Ärger und Entsetzen um. Der Grund: Das private Festkomitee des Ortes hatte versehentlich mehr Anteilsscheine an offiziellen Losen verkauft, als es selbst eingekauft hatte. Damit wären einige Lottogewinner im Ort doch leer ausgegangen. Doch nun gibt es eine gütliche Einigung.

Alle Personen, die einen Anteilsschein auf das Los mit der Nummer des Hauptgewinns der spanischen Weihnachtslotterie besitzen, sollen ihren Gewinn fast vollständig erhalten. Das berichten spanische Medien übereinstimmend.

Damit doch alle etwas von dem Geldsegen abbekommen, verzichtet das Festkomitee auf einen Teil des Gewinns. Und alle anderen Losinhaber verzichten außerdem auf einen kleinen Teil ihres Anspruchs. Dies sei bei einer mehr als dreistündigen hitzigen Versammlung der Losinhaber entschieden worden, berichten die Regionalzeitungen »Diario de León«  und »Leonoticias«  sowie weitere Medien in ganz Spanien.

Insgesamt hatte es in der Gemeinde, in der nur knapp 1000 Einwohnerinnen und Einwohner leben, ungedeckte Gewinnerwartungen in Höhe von rund vier Millionen Euro gegeben.

Mehr zum Thema

Dass private Gemeinschaften und Vereine Anteilsscheine für wohltätige Zwecke verkaufen, ist in Spanien nicht unüblich. Ein ganzes offizielles Los kostet immerhin 200 Euro, ein Zehntellos gibt es für 20 Euro. Und die Vereine bringen ihre Stückelungen der Lose meist für fünf bis zehn Euro unter die Leute. Entsprechend kleiner ist der Anteil dann an den Gewinnen, von denen ein Teil für einen guten Zweck vorgesehen ist. Dafür bleibt nun in Villamanín weniger übrig.

ptz/dpa