Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag von einer Drohne getroffen worden. Bei dem Angriff sei niemand verletzt worden, teilten die zyprischen Behörden und das britische Verteidigungsministerium mit. Wer die Drohne abgefeuert hatte, ist noch nicht bekannt.
Großbritannien besitzt die Hoheitsrechte über zwei Militärbasen auf der östlichen Mittelmeerinsel, die Mitglied der Europäischen Union ist. Der Stützpunkt Akrotiri der britischen Royal Air Force erstreckt sich über eine weitläufige, quadratische Halbinsel an der Südspitze Zyperns. Von dort werden Einsätze im Nahen Osten koordiniert.
Zyperns Präsident spricht von Shahed-Drohne
Laut einem Sprecher der zyprischen Regierung habe es einen Einschlag auf dem Rollfeld der Basis gegeben, die westlich der Hafenstadt Limassol liegt. Die Behörden des Stützpunkts hätten umgehend reagiert und Alarm gegeben. Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten, jedoch sei ein »geringer Sachschaden« entstanden.
Der Präsident des Inselstaates, Nikos Christodoulides, erklärte am Montag, dass es sich um eine Shahed-Drohne gehandelt habe. Er betonte indes, dass sich Zypern nicht an Militäreinsätzen beteiligen werde. »Ich möchte klarstellen: Unser Land beteiligt sich in keiner Weise an militärischen Operationen und hat auch nicht die Absicht, sich daran zu beteiligen«, erklärte Christodoulides in einer Stellungnahme.
Er stehe in ständigem Kontakt mit europäischen Staats- und Regierungschefs und anderen über die Entwicklungen.
Warnung aus London
Der britische Verteidigungsminister John Healey hatte vor der Gefahr »zunehmend wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe« gewarnt. Dem britischen Sender Sky News sagte er, es seien zwei iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert worden.
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Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz, wie Premierminister Keir Starmer bereits am Samstag mitgeteilt hatte. Die Einheiten starteten Healey zufolge unter anderem in Bahrain sowie auf Zypern.
