Washington. D.C.
So viel gönnerhafte Freundlichkeit ist selten. Allein die Körpersprache von Donald Trump sorgte für Augenreiben.
Das Treffen des US-Präsidenten mit dem künftigen Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, verlief – geradezu »great«:
Donald Trump, US-Präsident
»Vielen Dank. Wir hatten ein großartiges Treffen.«
Ein Journalist hakt nach: Hat Mamdani nicht erst vor wenigen Tagen Trump als Despoten beschimpft, ihm »Faschismus« vorgeworfen? Während Mamdani laviert, quittiert Trump:
Donald Trump, US-Präsident:
»Man hat mich schon Schlimmeres genannt als einen Despoten. Das ist nicht so beleidigend. Aber ich glaube, er wird seine Ansichten ändern, wenn wir erst einmal zusammenarbeiten.«
Reporterin:
»Behaupten Sie immer noch, dass Trump ein Faschist ist?«
Zohran Mamdani
»Ich habe darüber gesprochen…«
Donald Trump, US-Präsident
»Das ist schon okay. Sagen Sie einfach »Ja«, es ist einfacher. Es ist einfacher, als es zu erklären. Das macht mir nichts aus.«
Eine bemerkenswerte Volte, immerhin nannte Trump den Linken Mamdani erst vor Kurzem einen »irren Kommunisten«. So ändern sich die Zeiten.
Warum? Klar ist, Trump liebt Gewinner und Mamdani hat es mit einer bemerkenswerten Kampagne geschafft, die New Yorker von sich zu überzeugen.
Donald Trump, US-Präsident
»Er ist einfach anders als die normalen Kandidaten. Er kam aus dem Nirgendwo – und dann gewann er auf einmal völlig überraschend die Vorwahlen. Das war schon sehr bemerkenswert. Er hat etwas Erstaunliches geschafft.«
Und worüber freut sich Trump am diebischsten?
Donald Trump, US-Präsident
»Ich sage Ihnen: Die Presse hat sich darauf gestürzt. Ich habe hier schon viele wichtige Staatschefs getroffen, das hat niemanden interessiert. Dieses Treffen aber – ihr seid alle aus dem Häuschen. Draußen sind Hunderte Journalisten. Hier sind wir nur eine kleine Gruppe. Aus irgendeinem Grund hat die Presse dieses Treffen als sehr interessant empfunden.«
Auch darin sind sich beide erstaunlich einig.