Nach seiner Vereidigung ist Zohran Mamdani als frisch gebackener Bürgermeister von New York in die Gracie Mansion gezogen. Seit 1942 ist das gelbe Haus in Manhattan der offizielle Amtssitz für die Bürgermeister der Stadt.
Jetzt also auch Mamdani, seine Frau Rama Duwaji und ein dritter, vielleicht ungebetener Gast – ein Geist. Seit Langem schon geht die Legende um, dass es in der Gracie Mansion spukt.
Geisterhaus? Die Gracie Mansion in New York
Foto: Universal History Archive / Universal Images Group / Getty ImagesEric Adams, Mamdanis Vorgänger, hatte zeitweise auch in der Gracie Mansion gewohnt. Er hatte vor dem Geist gewarnt. »Er ist freundlich, solange man sich an die Regeln der Stadt hält«, sagte er einem Reporter von Fox Business. »Wenn man sich aber nicht an die Regeln hält, verwandelt er sich in einen Poltergeist.«
Legende um eine junge Adlige
Der Poltergeist soll angeblich eine junge Frau sein, Elizabeth Wolcott. Das amerikanische Magazin »Vanity Fair« beschreibt die Geschichte so: Elizabeth war die junge, adlige Braut von William Gracie, dem Sohn des ursprünglichen Besitzers und Namensgebers der Gracie Mansion, Archibald Gracie. Archibald war ein wohlhabender schottischer Kaufmann.
Am 2. Juli 1813 feierten William und Elizabeth ihre Hochzeit auf dem Gelände des prächtigen Anwesens in New York. Doch der Legende nach ereignete sich eine große Tragödie: Elizabeth starb noch in derselben Nacht. Die »Vanity Fair« zitiert dabei aus einem Buch von 1863: Bei der jungen Braut sei ein Blutgefäß gerissen, ihr Bräutigam musste sie sterben sehen. »Es war eine traurige Angelegenheit«, schreibt der Autor Walter Barrett in »The Old Merchants of New York City«. Er scheint aber dramatisch zu übertreiben. Laut dem Magazin belegen historische Aufzeichnungen, dass Elizabeth Wolcott 1819 in dem Haus an einem Schlaganfall starb.
Dennoch hält sich die Legende um den Geist wacker. Adams wünschte Mamdani viel Glück im neuen Zuhause: »Ich habe ihm eine nette Nachricht geschrieben und den Geist dort gelassen«, sagte er.
Mamdani selbst zeigte sich unerschrocken: »Warum reden die Leute ständig von dem Geist?«, fragte er bei einer Pressekonferenz. Er sei ihm noch nicht begegnet. Noch.
