SpOn 05.12.2025
10:45 Uhr

Wolodymyr Selenskyj: Drohnensichtung nahe der Flugroute bei Dublin-Besuch


Irische Medien melden einen Sicherheitsvorfall im Zusammenhang mit dem Besuch des ukrainischen Präsidenten. Demnach hat die Marine mehrere Drohnen auf der Flugroute von Selenskyj beobachtet. Der Vorfall wird untersucht.

Wolodymyr Selenskyj: Drohnensichtung nahe der Flugroute bei Dublin-Besuch

Kurz vor der Ankunft von Wolodymyr Selenskyj am Montag in Dublin hat es lokalen Medien zufolge einen Sicherheitsvorfall gegeben. Demnach habe ein Schiff der irischen Marine bis zu fünf Drohnen in der Nähe der Flugroute des ukrainischen Präsidenten gesichtet.

Wie die »Irish Times« berichtet,  hat die Beobachtung einen Sicherheitsalarm ausgelöst. Es sei befürchtet worden, dass die Drohnen ein Versuch gewesen seien, die Flugroute des Staatsgastes zu stören. Laut ungenannten Quellen sei das Flugzeug, das etwas früher als geplant eingetroffen sei, nicht in Gefahr gewesen.

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Die ukrainische Delegation traf am Montag ein und reiste noch am selben Abend wieder ab. Ihre Reise diente dazu, in Europa Unterstützung für Kyjiw zu mobilisieren, während Russland seinen Krieg in der Ukraine fortsetzt.

Zuletzt mehrfach Drohnensichtungen in Europa

Einem Sicherheitsberater zufolge könnte es sich bei dem Drohnenflug um eine bewusste Provokation gehandelt haben. »Sie wollten gesehen werden«, sagt der Experte dem irischen Portal »The Journal« .

Zuletzt haben Drohnenflüge im europäischen Flugraum immer wieder zu Beeinträchtigungen geführt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete diese Vorfälle als »hybride Kriegsführung«.

Laut »Journal« sei eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet worden. Die irischen Streitkräfte gaben aus Gründen der operativen Sicherheit keine Stellungnahme zu den Einzelheiten.

Ein Sprecher des Präsidenten sagte dem SPIEGEL am Freitag: »Es gab zwar Drohnen, aber sie bewegten sich weder auf das Flugzeug zu, noch kreuzten sie dessen Flugbahn. Stand gestern hatten die Gastgeber ihren Typ noch nicht eindeutig bestimmt, daher kann man nicht sagen, dass es sich um militärische Drohnen handelte.«

asc/Reuters