Der deutsche Immobilienmarkt hat sich zuletzt weiter erholt und dürfte den Pfandbriefbanken zufolge auch 2026 Auftrieb erhalten. Die Preise legten im vorigen Jahr um 4,0 Prozent zu, nach einem Zuwachs von 1,8 Prozent 2024, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hervorgeht. In allen Quartalen des Jahres 2025 waren Preisanstiege zu verzeichnen, zuletzt um 1,0 Prozent vom dritten zum vierten Quartal. »Die Preise steigen stetig, jedoch deutlich weniger dynamisch als in der Niedrigzinsphase«, erläuterte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Aufgrund des anhaltenden Wohnraummangels sei davon auszugehen, dass sich Wohnimmobilien auch im laufenden Jahr verteuern dürften.
Die Verteuerung von Wohnimmobilien fiel in den sieben Top-Metropolen im vierten Quartal 2025 erneut höher aus als im gesamten Bundesgebiet: In Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart verteuerten sich Wohnobjekte um durchschnittlich 4,7 Prozent im Vergleich zum Schlussquartal 2024. Während es in Stuttgart mit 2,2 Prozent das geringste Plus gab, war Frankfurt die Metropole mit der höchsten Wachstumsrate (5,7 Prozent).
»Eine der politischen Prioritäten im Jahr 2026 muss die Schaffung von Wohnraum zu bezahlbaren Preisen sein«, forderte Tolckmitt. Die Bundesregierung habe mit dem Bau-Turbo einen zielführenden Impuls gesetzt, der jedoch noch von den Kommunen mit Leben gefüllt und um noch weitere Maßnahmen ergänzt werden müsse.
Tolckmitt warb in diesem Zusammenhang erneut dafür, staatliche Bürgschaften für die Finanzierung des Wohnungsneubaus einzuführen. Dies solle helfen, die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum anzukurbeln. Aktuell führe die andauernde Stagnation im Wohnungsbau dazu, dass hauptsächlich der Kauf von bereits bestehenden Immobilien finanziert werde. Die Kosten von Darlehen könnten so deutlich reduziert werden und damit den Neubau wieder ökonomisch attraktiv machen.
