Wie gefährlich ist das aktuelle Winterwetter für den Straßenverkehr? Den DWD-Warnlagebericht finden Sie hier .
Für Autofahrende gilt bei winterlichem Wetter in der Regel: Abstand halten. Der TÜV Süd empfiehlt bei Eis und Schnee auf den Straßen den dreifachen Sicherheitsabstand. Bei Tempo 80 wäre das zum Beispiel ein Abstand von 120 Metern. »Bei zugeschneiten oder gar vereisten Straßen verlängert sich der Bremsweg erheblich«, begründete Thomas Salzinger vom TÜV Süd seine Empfehlung laut der Nachrichtenagentur dpa. »Selbst die besten Winterreifen oder moderne Assistenzsysteme ändern daran nichts.« Um ein Gefühl für die Straßenverhältnisse zu bekommen, rät Salzinger zu einer kurzen Bremsprobe, natürlich nur auf freier Strecke ohne Fahrzeug hinter sich.
Bitte nicht hart aufs Bremspedal
Beim Fahren auf Schnee und Eis grundsätzlich tabu: stark bremsen, hektisch lenken oder kräftig Gas geben. Das gilt vor allem für Kurven. Besser sollte man schon vor der Kurve vom Gas runter und gleichmäßig ein- und auslenken – und nur sehr maßvoll bremsen, empfiehlt der Experte. Vorsicht ist vor allem geboten an Ampeln und Kreuzungen, Brücken und Waldschneisen, denn hier ist es oft besonders glatt.
Wichtig auch: Sind Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz, sollten diese nicht überholt werden. Vor ihnen könnte die Fahrbahn oft noch gefährlich glatt sein.
Einsatzfahrzeug in Zittau
Foto: Erik-Holm Langhof / lausitznews / IMAGOUnd was tun, wenn es für Vorsicht zu spät ist? Kommt das Fahrzeug auf gerader Strecke trotzdem ins Schleudern, rät der ADAC zum Auskuppeln, Bremsen und schnellem, aber gefühlvollem Gegenlenken. Aber: »Reagiert das Fahrzeug nicht mehr, hilft nur eine Vollbremsung«, so der Verkehrsclub. Gerät das Auto in der Kurve aus der Bahn, sollten keine hektischen Manöver versucht, sondern fest und nachhaltig aufs Bremspedal getreten werden. »Dabei am Steuer locker bleiben und nur sanft korrigieren«, empfiehlt der ADAC. »Meist reichen wenige km/h Tempoabbau, und das Auto ist wieder kontrollierbar.«
Ist die Fahrbahn mit Eis überzogen, etwa nach Eisregen, hilft dem ADAC zufolge nur eins: Auto stehen lassen und den Straßendienst abwarten.
