SpOn 21.12.2025
12:49 Uhr

Wintersonnenwende: Jetzt werden die Tage wieder länger


In Deutschland steht die längste Nacht des Jahres bevor, dafür gibt es tagsüber künftig mehr Licht. Für einige ist das ein Anlass für Meditation – oder für ein Treffen in Stonehenge.

Wintersonnenwende: Jetzt werden die Tage wieder länger

Nicht einmal acht Stunden scheint die Sonne am Sonntag in Berlin: von 8.15 Uhr bis 15.54 Uhr. Damit ist der kürzeste Tag des Jahres erreicht, die sogenannte Wintersonnenwende. Ab jetzt werden die Tage wieder länger, bis die Sonne am 21. Juni 2026 dann rund 16,5 Stunden zu sehen ist.

Manchen Menschen ist die Wintersonnenwende auch aus anderen Gründen wichtig: In Stonehenge etwa treffen sich jährlich Tausende Spirituelle, um zu musizieren, zu singen und zu tanzen (hier sehen Sie Bilder). Forscher vermuten, dass die Anordnung der historischen Steinkreise von der Winter- und Sommersonnenwende beeinflusst wurde. An diesen Tagen fällt das Licht zur Mittagszeit mitten durch einige Formationen.

Die Vereinten Nationen begehen am 21. Dezember den Weltmeditationstag, der erst im vergangenen Jahr eingeführt wurde. Durch die Kraft innerer Wandlung könne man nachhaltigem Frieden den Weg bereiten, heißt es zur Begründung – »in sich selbst, in Gemeinschaften und in der gemeinsamen globalen Heimat.«

Sieg des Lichts über die Dunkelheit

In Iran, Afghanistan und Tadschikistan hingegen wird das jahrtausendealte Jalda-Fest gefeiert. In der Nacht zum 21. Dezember kommen Menschen dort mit ihren Familien und Freunden zusammen, um traditionelle Speisen zu essen oder aus Versen des bekannten Dichters Hafis die Zukunft zu lesen. Ähnlich wie in der Adventszeit zünden sie auch Lichter an. Die Wintersonnenwende symbolisiert dabei den Sieg des Lichts über die Dunkelheit.

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Auf der Südhalbkugel können die Menschen hingegen die Sommersonnenwende feiern, die längste Nacht des Jahres ist dort im Juni. In Tasmanien ist es Tradition, an diesem Tag nackt in den River Derwent zu springen.

Die dunkle Jahreszeit macht einige Menschen traurig und antriebslos. Lesen Sie im Interview mit der Psychologin Kari Leibowitz, wie es gelingt, dem Winterblues zu trotzen. 

esw/KNA