Der Wintereinbruch hat vielerorts in Deutschland den Verkehr behindert und Reisepläne durchkreuzt. Bundesweit meldeten Polizei und Feuerwehr zahlreiche Unfälle.
So gerieten in Norddeutschland auf glatten Autobahnen Fahrer ins Schleudern, Unfälle häuften sich etwa auf der A1. Dort blockierte im Landkreis Oldenburg ein querstehender Sattelzug zeitweise die gesamte Fahrbahn. Auf der A2 bei Herford fuhren sich an einer Steigung mehrere Laster auf der glatten Straße fest. Autofahrer wurden gebeten, das Autobahnkreuz Bielefeld weiträumig zu umfahren. Erst am frühen Morgen war die Autobahn wieder frei, wie die Polizei berichtete.
Schnee in Brandenburg: Weiß, wohin das Auge reicht
Foto: Patrick Pleul / dpaAuf der A1 fuhr eine 36-Jährige zwischen dem Dreieck Ahlhorn und der Anschlussstelle Cloppenburg mit ihrem Auto gegen ein Verkehrszeichen. Die Frau kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Häufig blieb es bei den Unfällen aber bei leichten Verletzungen sowie Blechschäden.
Zahlreiche Unfälle wurden auch aus Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg gemeldet. In Bayern kippte auf der schneebedeckten Autobahn 93 bei Wernberg-Köblitz der Anhänger eines Lastwagens um und platzte auf – auf der Fahrbahn in der Oberpfalz verteilte sich eine Ladung Lachs.
Störungen im Zug- und Flugverkehr
Im Raum Bremen kam es zu starken Beeinträchtigungen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn, es gab Verspätungen von einer Stunde und Teilausfälle von Verbindungen. Das Eisenbahnunternehmen Metronom teilte mit, angesichts der hohen Neuschneemengen stießen die Weichenheizungen zunehmend an ihre technischen Grenzen. Der Schnee könne nicht mehr vollständig abgetaut werden und gefriere in vielen Fällen unmittelbar erneut. Weichen und Signale fielen vereinzelt aus.
Am Flughafen Düsseldorf konnten am Samstagnachmittag für 40 Minuten keine Flugzeuge starten oder landen, die Piste wurde nach Angaben eines Sprechers komplett vom Schnee befreit. Am Flughafen Dortmund kam es einer Sprecherin zufolge nur zu leichten Einschränkungen. Einige Maschinen landeten und starteten verspätet, da sie enteist werden mussten.
Starker Frost erwartet
Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts hält das Winterwetter erst einmal an. Das dürfte am Sonntag auch Urlaubsrückkehrer treffen – in mehreren Bundesländern beginnt nach den Weihnachtsferien am Montag wieder der Schulunterricht. Schneeschauer sind vorrangig vom Nordwesten her bis zum Erzgebirge zu erwarten. Die Höchstwerte liegen zwischen drei und minus drei Grad.
Schneeschieben in Brandenburg
Foto: Georg Moritz / dpaIn der Nacht zum Montag erwartet der Deutsche Wetterdienst teils zweistellige Minusgrade. Im Süden sind demnach Tiefstwerte zwischen minus zehn und minus 15 Grad möglich, im Rest des Landes zwischen minus drei und minus neun Grad. Dabei seien vor allem im Norden Schneeschauer möglich.
Die Karte des Wetterdiensts mit den aktuellen Warnungen finden Sie hier .
Wer bei diesem Wetter auf die Straßen muss, findet hier Tipps, wie man auch bei fiesen Straßenverhältnissen sicher ans Ziel kommt: Achtung Winter!

