SpOn 25.02.2026
16:34 Uhr

Willi Weber: Mutmaßliche Räuberbande nach Überfall in Villa in Stuttgart gefasst


Im Dezember wurde der ehemalige Formel-1-Manager Willi Weber in seiner Stuttgarter Villa brutal überfallen. Jetzt sind die mutmaßlichen Täter gefasst worden. Sie sollen auch für weitere Raubüberfälle verantwortlich sein.

Willi Weber: Mutmaßliche Räuberbande nach Überfall in Villa in Stuttgart gefasst

Vor knapp zwei Monaten wurde Ex-Formel 1-Manager Willi Weber mit seiner Frau in der eigenen Villa in Stuttgart überfallen. Nun sind die mutmaßlichen Täter in Rumänien festgenommen worden. Sie sollen nach Deutschland ausgeliefert werden.

Nach Überzeugung der Ermittler sind die vier Rumänen im Alter zwischen 32 und 55 Jahren auch für mindestens zwei weitere Raubüberfälle auf Ehepaare in Stuttgart und dem Kreis Neu-Ulm verantwortlich. Die Täter seien stets auf ähnlich gewaltvolle Weise vorgegangen: Sie überwältigten die Ehepaare und raubten Schmuck, Geld und Wertgegenstände.

»Ihre Vorgehensweise war von Brutalität geprägt«, teilte die Polizei mit. »Sie sollen die Ehepaare gefesselt, bedroht, zum Teil verletzt und stundenlang eingesperrt haben, um an ihre Beute zu gelangen.« Allein bei den beiden Stuttgarter Überfällen geht die Polizei von einer Beute in Millionenwert aus.

Räuber wussten, wo Webers Tresor steht

In Zusammenarbeit mit Europol – der zentralen Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union – wurden Experten für Eigentumsdelikte im Laufe der Ermittlungen nach Rumänien entsandt. Auch rumänische und französische Polizisten und deren Spezialeinheiten waren an der Festnahme im Bereich des Kreises Vaslui in Rumänien beteiligt. Zeitgleich wurden Wohnungen in Frankreich und Neu-Ulm durchsucht.

Weber war Mitte Dezember in seiner Villa im Stuttgarter Nobelviertel Kräherwald überfallen worden. Mit seiner Frau und einer Haushälterin habe er in Angst ausgeharrt – gefesselt, geschlagen und bedroht, hatte der 83-Jährige danach erzählt. Das vermummte Trio habe gewusst, wie es ins Haus kommt und wo die Tresore stehen. Erst später war es Weber nach eigenen Angaben gelungen, sich von den Fesseln zu befreien und die Polizei zu alarmieren.

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Weber zeigt sich nun nach der Festnahme der mutmaßlichen Täter zwiegespalten: »Das ist schon eine Genugtuung«, sagte die frühere rechte Hand von Formel-1-Legende Michael Schumacher der Nachrichtenagentur dpa. »Aber es ist auch nicht so, dass man sich sicherer fühlt.«

elu/dpa