SpOn 06.02.2026
07:12 Uhr

Wetter in Deutschland: Warnung vor Glatteis und Eisregen im Nordosten


Vorsicht auf den Straßen: Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern besteht hohe Glättegefahr. Rutschig dürfte es aber weiterhin auch in Berlin und Brandenburg sein. Das betrifft auch den Hauptstadtflughafen.

Wetter in Deutschland: Warnung vor Glatteis und Eisregen im Nordosten

Glatte Gehwege und Straßen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am frühen Morgen weiterhin mit überfrierendem Regen und Glatteis im Nordosten des Landes. Eine Unwetterwarnung sprach der DWD für die Mecklenburger Seenplatte bis zur Ostsee aus, dort drohe gefrierender Regen mit Eisansatz . Weiter südlich gebe es Glatteis. Die Lage dürfte sich demnach im Tagesverlauf bei Temperaturen um den Gefrierpunkt langsam entspannen. Vereinzelt könne noch Schneegriesel fallen.

Das Wetter hat auch den Hauptstadtflughafen BER lahmgelegt. Aufgrund von Blitzeis waren seit Donnerstagabend keine Starts und Landungen mehr möglich, wie eine Flughafensprecherin sagte. »Unsere Flächen sind spiegelglatt. Es besteht Gefahr für Leib und Leben.« Der Winterdienst der Flughafengesellschaft habe die Flugbetriebsflächen die gesamte Nacht über mit Enteisungsmittel behandelt, aber ohne Erfolg, hieß es am Freitagmorgen. Wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden könne, sei aktuell unklar.

Wegen Glatteises hat der DWD für Berlin und Teile Brandenburgs auch für den Freitagmorgen eine Unwetterwarnung herausgegeben. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben durch plötzlich gefrierenden Regen, hieß es auf der Warn-App Katwarn. In Brandenburg waren der Berliner Speckgürtel und weite Teile des Nordens betroffen. Der DWD empfiehlt, Aufenthalte im Freien und Fahrten zu vermeiden. Außerdem solle man sein Verhalten im Straßenverkehr anpassen und Decken und warme Getränke mitführen.

Nebel mit Sichtweiten unter 100 Metern

Bereits am Donnerstag hatte es eine solche Unwetterwarnung gegeben. Auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam war es zu einer Reihe von Unfällen gekommen. Dabei wurden der Polizei zufolge 19 Menschen verletzt. Drei davon kamen ins Krankenhaus. Es gab auch Behinderungen im Bahnverkehr zwischen Hannover und Berlin.

Im Verlauf des Freitags soll sich die Glatteislage dem jüngsten Warnlagebericht zufolge zumindest etwas entspannen. Am Rande eines Hochs über Skandinavien werde mit östlicher Strömung kalte Festlandsluft in den Norden und Osten gesteuert. Dagegen lenkten atlantische Tiefausläufer mildere Meeresluft in den Süden und Westen. Nur im Nordosten gebe es gebietsweise leichten Dauerfrost.

Der Wetterdienst rechnet vor allem vom Süden über die Landesmitte bis in den Osten mit Nebel – regional mit Sichtweiten unter 100 Metern. Die Sicht bessert sich laut Vorhersage im Tagesverlauf nur langsam. Zum Wochenende können sich laut DWD mildere Luftmassen bis in den Nordosten ausbreiten.

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»Das Wochenende präsentiert sich insbesondere im Südwesten und Westen schon fast von seiner vorfrühlingshaften Seite«, so Meteorologin Tanja Egerer vom DWD. Entlang des Rheins sollen die Höchsttemperaturen um die 10 Grad Celsius erreichen.

wit/dpa