SpOn 26.01.2026
01:52 Uhr

Wetter in Deutschland: Schnee und Eis – Wetterdienst warnt vor Verkehrschaos


Am Montag wird es in Süddeutschland teils kräftig schneien, im Osten gefährlich glatt. In Berlin und Brandenburg droht Meteorologen zufolge Gefahr für Leib und Leben. Ein Landkreis in Sachsen-Anhalt stellt den Nahverkehr ein.

Wetter in Deutschland: Schnee und Eis – Wetterdienst warnt vor Verkehrschaos

Ein »kleinräumiges, aber wetterwirksames Tief« zieht seit Sonntag über die Alpen hinweg nach Norden, so beschreibt es der Deutsche Wetterdienst (DWD) und warnt : Es komme dabei zu kräftigen Schneefällen im Süden, im Osten und Nordosten zu Glatteis.

Im Südwesten müsse teils mit unwetterartigen Neuschneemengen durch ergiebigen Schneefall gerechnet werden, hieß es. Es seien Neuschneemengen von 10 bis 20 Zentimetern innerhalb von zwölf Stunden zu erwarten. Der heftige Schneefall in Teilen von Baden-Württemberg und Bayern könnte zu »teils massiven Einschränkungen im Straßenverkehr und bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben« führen. Außerdem gebe es die Gefahr, dass Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen.

Gefrorener Regen auf Pflastersteinen: Am Montag wird es in vielen Teilen Ostdeutschlands gefährlich glatt

Gefrorener Regen auf Pflastersteinen: Am Montag wird es in vielen Teilen Ostdeutschlands gefährlich glatt

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Ulrich Perrey / dpa

Im Osten des Landes, etwa in einem Streifen vom Erzgebirge über Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin bis nach Mecklenburg-Vorpommern, wurde schon ab Sonntagabend mit gefährlichem Glatteis auf Straßen und Gehwegen gerechnet. Dies könne zu Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr sowie zu »starkem Eisansatz an Infrastruktur und Vegetation« führen, erklärte der DWD.

Im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt wird der öffentliche Nahverkehr am Montag wegen der Unwetterwarnung vor Glatteis eingestellt. Auch die Schülerbeförderung sei betroffen, teilte der Landkreis am Sonntagabend mit. Es besteht eine hohe Gefahr, dass gefrierender Regen auf bereits gefrorenen Untergrund treffe und die Lage auf den Straßen gefährlich werde.

In Berlin und Brandenburg warnte der DWD vor Gefahr für Leib und Leben: Die Glatteisgefahr sei in der Nacht zu Montag hoch (Warnstufe 3 von 4), Regen und Nässe könnten plötzlich gefrieren. Für Montag sagen die Meteorologen dichte Wolken voraus, bei Höchstwerten von 0 bis 3 Grad.

Die Schlösser und Parks der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bleiben am Montag wegen Glatteisgefahr geschlossen. Weil sich auf gefrorenen Böden gefährliche Glätte bilden könne, sei dies vorbeugend zum Schutz der Besucher entschieden worden. Betroffen sind unter anderem das Schloss Charlottenburg in Berlin sowie das Schloss Sanssouci und der umliegende Park in Potsdam.

In Mecklenburg-Vorpommern gab der DWD für die Kreise Mecklenburgische Seenplatte, Rostock, Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und Ludwigslust-Parchim eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis heraus. Sie gelte von Sonntagabend um 23 Uhr bis Montagfrüh um 8 Uhr. Durch plötzlich überfrierende Nässe oder Regen bestehe Gefahr für Leib und Leben.

Das Bildungsministerium teilte mit, dass die Schulen trotz der Extremwetterlage grundsätzlich geöffnet seien. Eltern sollten ihre Kinder, falls sie aufgrund des Wetters nicht zur Schule kommen könnten, bei der Schule abmelden.

Leichte Entwarnung für Dienstag

Der Westen bleibe am Montag weitgehend verschont von Schneefällen und Glatteis. Westlich des Rheins seien kaum Niederschläge zu erwarten, gleichzeitig sei es dort mit zwei bis fünf Grad am mildesten, am Oberrhein seien sieben Grad möglich. Für die übrigen Landesteile erwartet der DWD minus ein bis plus zwei Grad.

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Auch in der Nacht auf Dienstag soll es den Vorhersagen zufolge gebietsweise weiter schneien, die Intensität lasse aber nach. Glätte durch Schnee, Schneematsch und gefrierende Nässe seien aber weiter möglich.

aar/dpa/AFP