SpOn 02.01.2026
08:06 Uhr

Wetter in Deutschland: Schnee, Sturm und Gewitter


Der Winter zeigt sich zu Jahresbeginn von seiner rauen Seite: Es schneit, es stürmt, es blitzt – und es ist glatt. In Nordrhein-Westfalen registrierte die Polizei bereits viele Unfälle.

Wetter in Deutschland: Schnee, Sturm und Gewitter

Ein Sturmtief sorgt für einen ungemütlichen Start ins neue Jahr. Im Norden Deutschlands haben Hochwasser und Sturmflut in der Nacht auf Freitag jedoch bislang keine größeren Schäden verursacht. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg verzeichneten die Lagezentren bis zum frühen Morgen keine besonderen Vorkommnisse – abgesehen von örtlichen Überschwemmungen.

Der Wasserstand erreichte an der nordfriesischen Küste und im Elbegebiet zwischen 1,5 und 2 Meter über dem mittleren Hochwasser und damit Sturmflutniveau, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mitteilte. In Ostfriesland sowie am Messpunkt Wilhelm-Kaisen-Brücke in Bremen sei der Wert hingegen unter der 1,5-Meter-Marke geblieben. Im Laufe des Tages wird mit weiterem Hochwasser im Norden gerechnet.

Schneeverwehungen möglich

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD)  bleibt es stürmisch. Die Sturmböen können demnach bis zu 100 Kilometer pro Stunde betragen und auf exponierten Berggipfeln sogar noch stärker sein. Immer wieder sollen am Freitag Schnee-, Schneeregen- und Graupelschauer durchziehen. Vereinzelt seien kurze Gewitter mit stürmischen Böen möglich. Die Höchsttemperaturen liegen laut Vorhersage bei 0 bis 5 Grad Celsius, im Bergland leichter Dauerfrost.

Dabei ist den Angaben zufolge auch in tiefen Lagen Schneefall möglich. In den nördlichen Mittelgebirgen rechnet der DWD mit bis zu fünf Zentimeter Neuschnee, in den Alpen soll bis in die Nacht zum Samstag hinein Schnee fallen. Im Allgäu könnten bis zu 20 Zentimeter Neuschnee dazukommen. Es drohen Schneeverwehungen – und es kann glatt werden.

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In Nordrhein-Westfalen hat es in der Nacht auf Freitag bereits zahlreiche Unfälle wegen Glätte gegeben. Wie die Polizei Münster mitteilte, rückten die Beamten ab Donnerstagabend bis Freitagmorgen deshalb zu insgesamt 34 Einsätzen aus. Bei den Unfällen seien neun Menschen leicht verletzt worden. Zu größeren Verletzungen sei es indes nicht gekommen.

Auch in Düsseldorf war die Polizei Angaben eines Sprechers zufolge bei einigen Unfällen in der Nacht im Einsatz, bei denen Menschen leicht verletzt wurden. In Wuppertal kam es ebenfalls zu Unfällen aufgrund von glatten Straßen am Morgen. Alle Beteiligten blieben laut Polizei unverletzt.

Im Sauerland auf der A44, zwischen Marsberg und Lichtenau, blieben in der Nacht mehrere Lastwagen stecken. Die Lkw standen bis in die frühen Morgenstunden auf der Fahrbahn, da sie wegen glatter Straßen und starken Schneefalls nicht weiterfahren konnten, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.

Schneefall und Glätte führten ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn 66 in Hessen. Wie die Polizei mitteilte, kam bei Schlüchtern nahe Fulda ein Lkw von der Fahrbahn ab und fing Feuer. Den Angaben zufolge retteten Ersthelfer den Fahrer. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Die Polizei meldete zudem weitere Verkehrsbehinderungen auf der A66 in beide Fahrtrichtungen, unter anderem durch liegen gebliebene Lkw.

wit/dpa