In Deutschland wird es am Wochenende noch einmal richtig warm. Am Samstag sind laut Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) meist Temperaturen von bis zu 26 Grad Celsius angesagt, im Gebiet des Oberrheins wird sogar die 30-Grad-Marke geknackt. Im Norden bleibt es durchwachsen, und die Temperaturen steigen nur auf 17 bis 21 Grad Celsius.
Am Sonntag weitet sich der Einfluss von Hoch »Arno« auf das gesamte Bundesgebiet aus. Die Temperaturen steigen auf 22 bis 27 Grad Celsius, wobei es im Norden wiederum etwas kühler bleibt. Im Südwesten könnten die Werte dagegen sogar auf 28 bis 31 Grad Celsius klettern.
Dass es Ende September noch so warm ist, komme nicht jedes Jahr vor, sagt DWD-Meteorologin Sonja Hansen. Die Temperaturen seien aber auch »kein Rekord«. In manchen Jahren gab es laut DWD schon mehr als 35 Grad Celsius zu dieser Jahreszeit.
Zweitwärmster Sommer
Die aktuell hohen Temperaturen stehen dem DWD zufolge im Zusammenhang mit dem besonders heißen und trockenen Sommer. »Die Luftmassen sind sehr trocken, daher heizt sich die Luft tagsüber sehr auf«, erläutert Hansen. »Auch trockene Böden heizen sich schneller auf.«
Der Sommer 2026 war nach einer ersten Einschätzung des DWD der zweitwärmste, der in Deutschland jemals offiziell gemessen wurde. Den Temperaturrekord stellte Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt auf: Am 27. Juni wurden dort 41,8 Grad Celsius gemessen. Auch einen Nachtrekord gab es diesen Sommer: Im sächsischen Kubschütz sank die Temperatur in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni nicht unter 29,4 Grad Celsius.
Bis Ende des Sommers sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 16.000 Menschen infolge von Hitze gestorben.
