SpOn 03.01.2026
07:17 Uhr

Wetter-Chaos in Deutschland: Unfälle bei Schnee und Glätte – Lachs auf der Autobahn


Überraschung! Der Winter bringt glatte Straßen. Wer das nicht mitbekommen hat und seine Fahrweise nicht anpasst, glitscht von der Straße – und das hat Folgen. Schlechte Nachricht: Es wird auch in der kommenden Nacht nicht besser.

Wetter-Chaos in Deutschland: Unfälle bei Schnee und Glätte – Lachs auf der Autobahn

Es ist wirklich Winter in Deutschland. Wegen vereister und zugeschneiter Straßen ist es in der Nacht an vielen Orten zu Unfällen gekommen. In Bayern und Norddeutschland blockierten Lastwagen Autobahnen, die dann für Aufräumarbeiten gesperrt werden mussten. In Hamburg waren bereits am Freitagnachmittag Dutzende Fahrzeuge auf der Köhlbrandbrücke stecken geblieben – sie schafften auf dem rutschigen Untergrund die Steigung nicht. Laut dem Deutschen Wetterdienst können die Straßen auch heute Vormittag noch glatt sein. In der kommenden Nacht muss erneut mit überfrierender Nässe, Schnee und Schneematsch gerechnet werden.

Die Karte des Wetterdienstes mit den aktuellen Warnungen finden Sie hier .

Lastwagen kippt um – Lachs fällt auf Autobahn in Bayern

Auf der A93 in der Oberpfalz kippte ein Lastwagen mit Lachs um. Durch den Unfall war der Anhänger des Lastwagens aufgeplatzt, und der Fisch verteilte sich über die Fahrbahn, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte. Die Autobahn war bei Wernberg-Köblitz (Landkreis Schwandorf) unter anderem wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten für mehr als zehn Stunden gesperrt. Grund für den Unfall war laut Polizei die glatte Straße, auf der der Lastwagen ins Rutschen geriet. Der Fahrer blieb unverletzt.

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Verkehrschaos in Hamburg und auf der A1 bei Bremen

Auch auf der A1 kurz vor Bremen rutschte ein Lastwagen auf der glatten Straße und kollidierte unter anderem mit einem LED-Schild und der Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Beamten sperrten die Autobahn bei Groß Ippener (Kreis Oldenburg), weil es nicht möglich war, den Verkehr um die Unfallstelle herumzuleiten. Um die Fahrbahn von Eis und Schnee zu befreien, musste die Polizei die Streufahrzeuge durch die Rettungsgasse zum Unfallort lotsen.

In Klein Nordende im Kreis Pinneberg ist ein Linienbus bei starkem Schneefall von der Fahrbahn abgekommen und in einem Graben gelandet. Der Busfahrer sowie drei Fahrgäste blieben unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Für die Bergung des Fahrzeugs ist die Bundesstraße 431 auf Höhe des Sandwegs derzeit voll gesperrt, eine Umleitung wurde eingerichtet.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern kam es zu zahlreichen Glätteunfällen. Die Polizeidirektion in Neubrandenburg zählte in der Nacht zwölf Unfälle wegen glatter Straßen. Die Direktion in Rostock registrierte 57 Unfälle in den vergangenen 24 Stunden. Dabei wurden neun Menschen leicht verletzt.

Bei Willstätt (Ortenaukreis) in Baden-Württemberg ist zu einem Verkehrsunfall mit sieben Verletzten gekommen. Beim Abfahren von der Bundesstraße 28 verlor ein 41-jähriger Fahrer auf glattem Untergrund die Kontrolle über sein Auto und geriet auf die Gegenfahrbahn, wie die Polizei berichtete. Durch einen fast frontalen Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Auto wurde ein 15 Jahre altes Mädchen schwer verletzt.

Bereits am Freitagnachmittag hatte das Wetter auch für ein größeres Chaos in Hamburg gesorgt. Auf der Köhlbrandbrücke, die den Hafen der Hansestadt mit der A7 verbindet, blieben Dutzende Lastwagen und Autos stecken. Ein Lastwagen sei auch ins Rutschen gekommen und habe sich gedreht, sagte die Polizei. Sie war mehr als sechs Stunden damit beschäftigt, den Verkehr zu regeln. Erst als der Winterdienst die Brücke streute, konnten Fahrzeuge die Brücke wieder passieren. Zu Unfällen sei es nicht gekommen.

Warnung des DWD: Nacht zu Sonntag wird wieder glatt

Im Laufe des Vormittags soll das Eis nach Prognosen des DWD auf den Straßen wegtauen. Nur im Süden kann es bei Frühwerten bis zu minus neun Grad glatt bleiben. In Teilen Norddeutschlands soll es immer wieder Schneeschauer und kurze Graupelgewitter geben. Gegen Abend werden an der Nordsee schwere Sturmböen erwartet.

In der Nacht sinken die Temperaturen auf Tiefstwerte zwischen null und minus neun Grad. In den Alpen sind sogar minus zehn Grad möglich. Dabei rechnen die Wetterexperten wieder mit glatten Straßen.

Im Laufe des Sonntags soll sich dann vor allem im Süden die Sonne zeigen. Im restlichen Land soll es überwiegend bewölkt bleiben. Nördlich des Mains kann es vereinzelt Schneeschauer geben. Die Temperaturen steigen auf bis zu drei Grad. In den Bergen wird das Thermometer aber nicht über minus fünf Grad steigen.

Wer bei diesem Wetter auf die Straßen muss, findet hier Tipps, wie man auch bei fiesen Straßenverhältnissen sicher ans Ziel kommt: Achtung Winter!

oka/dpa