Sonne satt, zumindest im Süden: In weiten Teilen Deutschlands bleibt das Wetter am Donnerstag und Freitag frühlingshaft. Die Temperaturen können bei bis zu 22 Grad Celsius liegen – und damit an einen Rekord heranreichen.
Nachdem sich zunächst zäher Nebel auflöst, wird es am Donnerstag oft heiter und trocken, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte . Die Höchstwerte liegen demnach zwischen 13 Grad im Nordosten und in Ostbayern sowie bis zu 21 Grad am Oberrhein.
In der Nacht zum Freitag können dann im Norden Wolken aufziehen. Auch Regen ist laut Wetterdienst nicht ausgeschlossen. Tagsüber könne es ebenfalls gebietsweise schauerartigen Regen geben.
Februarrekord aus dem Jahr 1900
Im Südwesten hingegen bleibt es laut Vorhersage längere Zeit heiter sowie trocken und ganz im Süden auch oft sonnig. Die Temperaturen liegen am Freitag demnach zwischen 13 Grad im Norden und 22 Grad am Oberrhein.
Die bisher höchste in Deutschland offiziell gemessene Temperatur im Februar lag bei 23,1 Grad, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes mitteilte. Dieser Wert wurde schon am 26. Februar 1900 in Jena gemessen. Diesen Freitag könnten die Temperaturen nahe an den Rekord herankommen.
»Vor allem im Südwesten ist bereits deutliches Frühlingswetter zu spüren. Aber auch der Osten, wo Januar und Februar sehr kalt verliefen, taut allmählich auf«, sagte Meteorologe Marco Manitta. Der Höhepunkt der milden Phase werde am Freitag sein – bevor sich dann eine Kaltfront bemerkbar mache, die sich von Westen her nähere.
Die frühlingshafte Phase kommt dem meteorologischen Frühlingsanfang am Sonntag, dem 1. März, zuvor. Meteorologen teilen zu statistischen Zwecken das Jahr in vier gleich lange Jahreszeiten von je drei vollen Monaten ein. Im Unterschied dazu basieren die kalendarischen Jahreszeiten auf den tatsächlichen Sonnenständen. Bei diesen beginnt der Frühling in diesem Jahr am 20. März.
