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Schnee und Eis sorgen für schwierige Verhältnisse auf Straßen in zahlreichen Bundesländern. Im Berufsverkehr am Montagmorgen gab es vielerorts Unfälle, glücklicherweise blieb es bislang meist bei Blechschäden.
Mehr als 160 Unfälle in Thüringen hat die Polizei von Mitternacht bis zum Mittag gezählt.
Im Ostteil von Mecklenburg-Vorpommern kam es in der Nacht zu mehr als 40 Verkehrsunfällen. Die meisten hätten sich laut Polizei rund um die Seenplatte ereignet.
Die Polizei zählte bis Montagvormittag mehr als 120 Unfälle in Sachsen, die meisten seien auf eine »unangepasste Fahrweise« zurückzuführen.
Auch im Norden krachte es: Auf den glatten Straßen in Schleswig-Holstein kam es zu mehr als 50 Unfällen.
In Halle (Saale) führten Eis und Schnee zu mehr als 30 Verkehrsunfällen.
Auf vielen Autobahnen in Nordrhein-Westfalen ging es nur langsam voran, an einigen Steigungen stand der Verkehr kurzzeitig still. Dutzende Unfälle registrierte die Polizei, auch zwei Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr waren in Unfälle verwickelt.
Im Raum Hannover gab es am Morgen 23 Unfälle bei Glätte, teilte die Polizei mit. In Osnabrück zählte die Polizei in Stadt und Landkreis insgesamt 22 Unfälle.
Bei Weinsberg in Baden-Württemberg blieben in der Nacht auf einer Verbindungsstrecke von zwei Autobahnen 15 bis 20 Autos und Lastwagen im Schnee stecken, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte.
Bereits am Sonntagabend fielen im Südwesten Deutschlands bis zu 25 Zentimeter Neuschnee. In Stuttgart wurden am Abend rund 70 Unfälle auf glatten Straßen gezählt, in der Region Ulm mehr als 50.
49 Unfälle zählte die Polizei bis zum Montagmorgen in der Oberpfalz, ein Mann verletzte sich demnach lebensgefährlich.
In Berlin musste der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt werden. Rund 40 Trams steckten im Streckennetz fest.
Die Deutsche Bahn berichtete von Verspätungen und Zugausfällen im Nah- und Fernverkehr. Zwischen Berlin und Rostock sowie Berlin und Stralsund wurde der Fernverkehr eingestellt. Im übrigen Land waren viele Verbindungen von Einschränkungen betroffen. Zu Ausfällen und Verspätungen kommt es auch im Regionalbahnverkehr in Niedersachsen. Betroffen sind unter anderem Verbindungen von Metronom, Erixx und Enno.
Der Frankfurter Flughafen meldete 79 gestrichene Flüge von insgesamt 1035 Verbindungen am Montag.
Im Tagesverlauf erwartet der Wetterdienst in vielen Teilen Deutschlands weitere Schneefälle, die allmählich nachlassen. Mit den größten Schneemengen sei von Osthessen bis nach Oberfranken zu rechnen. An einigen Orten sei bis zu 15 Zentimeter Neuschnee möglich.
Abseits der Küsten bleibt es frostig bei null bis fünf Grad Minus. Mit gefrierender Nässe ist besonders nachts zu rechnen.
