SpOn 04.02.2026
12:58 Uhr

Werder Bremen holt Daniel Thioune als neuen Trainer


Nach zehn Spielen ohne Sieg trennte sich Bremen von Trainer Horst Steffen, bei der Suche nach einem neuen Coach tat sich der Bundesligist zunächst schwer. Gefunden hat er ihn nun in Düsseldorf.

Werder Bremen holt Daniel Thioune als neuen Trainer

Daniel Thioune wird neuer Trainer von Werder Bremen. Das teilte der Fußball-Bundesligist mit. Der Tabellen-15. verpflichtete den 51-Jährigen als Nachfolger von Horst Steffen. Die Vertragsdauer wurde nicht kommuniziert. Thioune hatte zuletzt Zweitligist Fortuna Düsseldorf gecoacht und war dort im vergangenen Herbst freigestellt worden.

Erste Wahl in Bremen war Thioune offenbar nicht: Verschiedene Medien hatten am Montag berichtet, dass der SV Werder eine Absage von Bo Svensson erhalten habe. Der ehemalige Trainer von Mainz 05 und Union Berlin habe den Job nicht übernehmen wollen.

Thioune in Düsseldorf

Thioune in Düsseldorf

Foto: Uwe Kraft / AFP

Über Thioune sagte Werders Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz nun: »Seine Idee vom Fußball, seine Art und seine Herangehensweise an unsere aktuelle sportliche Situation waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm den Turnaround schaffen werden.« Seine Premiere als Werder-Coach wird Thioune am Samstag beim SC Freiburg geben.

Die Bremer hatten sich am vergangenen Wochenende nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach von Steffen getrennt. Seit zehn Spielen ist das Team in der Bundesliga sieglos. Der Vorsprung auf die Mainzer auf dem Relegationsplatz ist auf einen Punkt zusammengeschrumpft.

Thioune rettete Düsseldorf

Dass Thioune eine Mannschaft im Abstiegskampf retten kann, hat er 2022 in Düsseldorf gezeigt. Im Februar übernahm er den Traditionsklub auf Platz 15, beendete die Saison im gesicherten Mittelfeld. Ein Jahr später führte Thioune die Mannschaft auf Platz vier der 2. Bundesliga und scheiterte weitere zwölf Monate darauf erst in der Relegation am Aufstieg.

»Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit der Mannschaft und ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, erfolgreich miteinander zu arbeiten und die Ziele des Vereins zu erreichen«, sagte Thioune nun.

Thioune hat allerdings auch eine – zumindest für Werder-Fans – pikante Vergangenheit. Von Juli 2020 bis Mai 2021 trainierte er den Hamburger SV in der 2. Bundesliga, musste aber vorzeitig gehen, da der Aufstieg zu misslingen drohte. Letztlich kehrte der HSV erst vier Jahre später in die Bundesliga zurück.

mon/dpa