SpOn 06.12.2025
14:43 Uhr

Weihnachtsplätzchen: Österreichischer Fiskus warnt vor illegalem Verkauf


Weihnachtsplätzchen sind in Österreich sehr teuer geworden. Wenn es nach den Behörden geht, soll das offenbar so bleiben: Laut ORF stellen sie jetzt Hobbybäckern nach, die ihre Kekse im Internet verkaufen.

Weihnachtsplätzchen: Österreichischer Fiskus warnt vor illegalem Verkauf

In Österreich boomt in der Adventszeit der Handel mit Weihnachtsplätzchen. Laut einem Medienbericht profitieren davon allerdings auch Anbieter, die insbesondere den Steuerbehörden ein Dorn im Auge sind: Weihnachtsbäckereien, die ohne Gewerbeschein und unter dem Radar des Finanzamts agieren, sind offenbar ein so weitverbreitetes Phänomen, dass sich am Samstag der öffentlich-rechtliche ORF  dem Thema widmete.

Dem Bericht zufolge kann ein Kilo der »traditionellen Kekserl« im regulären Handel schnell bis zu 40 Euro kosten. Mitverantwortlich sei die Teuerung in Österreich, die zu einer der höchsten in der EU zählt. Schokolade, Zucker, Butter, Löhne und Energie: Sie alle seien in den vergangenen Monaten stetig teurer geworden.

Wie Statistik Austria in dieser Woche schätzte, lag die Inflation in Österreich im November bei 4,1 Prozent im Jahresvergleich. Im Euroraum waren es 2,2, in Deutschland 2,6 Prozent.

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In der Folge sei im Netz ein Schwarzmarkt für Weihnachtsplätzchen entstanden, berichtet ORF.at. Privatleute kalkulieren dabei offenbar anders als gewerbliche Hersteller: Auf Verkaufsplattformen und Social Media bieten sie die Plätzchen mitunter deutlich günstiger an als der Handel. Das rief zuletzt laut ORF den Fiskus und Lebensmittelkontrolleure auf den Plan. Voriges Jahr gab es demnach 25 Anzeigen gegen private Keksverkäufer. Sie müssen mit Strafen von bis zu 3600 Euro rechnen.

Mit dem privaten Plätzchenverkauf sind aber nicht allein fiskalische Verwicklungen verbunden. Österreichs Behörden warnen darüber hinaus vor gesundheitlichen Risiken, etwa durch fehlende Allergen-Angaben. Ob die verbotenen Plätzchen besser schmecken als die legalen, darüber gibt es bislang keine Erhebungen.

mik/KNA