SpOn 11.12.2025
16:13 Uhr

Wegen möglicher Teilnahme Israels: Auch Island boykottiert den ESC 2026 in Wien


Der ESC 2026 in Wien steht schon jetzt unter besonderer Beobachtung. Im Fokus: die Teilnahme Israels. Nun kündigte ein weiteres Land an, deswegen am Wettbewerb nicht teilnehmen zu wollen.

Wegen möglicher Teilnahme Israels: Auch Island boykottiert den ESC 2026 in Wien

Wie mehrere andere Länder will auch Island den Eurovision Song Contest 2026 in Österreich wegen der möglichen Teilnahme Israels boykottieren. Das entschied der Vorstand des isländischen Rundfunksenders RÚV auf einer Sitzung in Reykjavík.

Zuvor hatten bereits die zuständigen Sender aus Spanien, Irland, Slowenien und den Niederlanden einen ESC-Boykott angekündigt. Länder wie Belgien, Schweden und Finnland erwägen ebenfalls einen solchen Schritt.

Damit reagierten sie auf einen in der vergangenen Woche gefällten Mehrheitsbeschluss der Europäischen Rundfunkunion (EBU), wonach alle Länder an dem Musikwettbewerb teilnehmen dürfen, die das wünschen. Israels Teilnahme am nächsten ESC in Wien steht damit nichts mehr im Weg.

RÚV: ESC-Teilnahme wird weder Freude noch Frieden schaffen

Wegen Israels Vorgehen im Gazakrieg hatten einige Sender den Ausschluss des Landes von dem Wettbewerb gefordert, darunter auch RÚV. Der Sender teilte nun mit, es sei angesichts der öffentlichen Debatte auf Island sowie der Reaktionen auf die Entscheidung der EBU klar, dass im Falle einer isländischen Teilnahme am ESC weder Freude noch Frieden herrschen würden. Deshalb werde der Sender die EBU davon in Kenntnis setzen, dass man am nächsten ESC nicht teilnehmen werde.

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Der Eurovision Song Contest genießt in Island eigentlich hohen Stellenwert. Im Ort Húsavík gibt es ein eigenes Eurovision-Museum, und auch die Filmkomödie »Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga« mit Hollywoodstars wie Will Ferrell spielt in der kleinen Gemeinde im abgeschiedenen Norden der Nordatlantikinsel.

atz / dpa