SpOn 03.02.2026
07:07 Uhr

Waymo sammelt weitere 16 Milliarden Dollar für Robotaxis ein


Die Google-Schwester Waymo investiert kräftig, um sich ihren Vorsprung bei selbstfahrenden Autos zu erhalten. Zuvor hatten Tesla und Nvidia eigene umfassende Robotaxi-Pläne vorgestellt.

Waymo sammelt weitere 16 Milliarden Dollar für Robotaxis ein

Im Wettlauf um den Markt für fahrerlose Robotaxis füllt die Google-Schwesterfirma Waymo ihre Kassen für eine globale Expansion. Waymo sammelte von Investoren 16 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 13,5 Milliarden Euro) in einer Finanzierungsrunde ein. Das Unternehmen wurde dabei insgesamt mit 126 Milliarden Dollar bewertet, wie es in einer Mitteilung  hieß.

Die Robotaxis von Waymo machen inzwischen ohne einen Menschen am Steuer mehr als 400.000 bezahlte Fahrten mit Passagieren pro Woche. Sie sind in sechs US-Städten sowie dem Silicon Valley unterwegs. Die Firma strebt einen schnellen Ausbau in den USA an, in mehr als 20 weitere Städte. Auch in London und Tokio sollen die Fahrzeuge bald unterwegs sein. Insgesamt fuhren Waymo-Autos inzwischen 127 Millionen Meilen (gut 204 Millionen Kilometer) autonom.

»Wir sind in der Lage, mit beispielloser Geschwindigkeit voranzukommen und gleichzeitig unsere branchenführenden Sicherheitsstandards aufrechtzuerhalten«, heißt es in der Waymo-Mitteilung.

Kind von Robotaxi erfasst

Die Konkurrenz auf dem Markt für Robotaxis hatte sich zuletzt allerdings zugespitzt. Der Chiphersteller Nvidia kündigte etwa an, 2027 mit eigener Technik ausgerüstete Robotaxis in Verkehr bringen zu wollen.

Bei Tesla wiederum hat Firmenchef Elon Musk zwar bisher nur einige fahrerlose Robotaxis in der texanischen Stadt Austin in Einsatz bringen können. Sie wurden bis zuletzt auch noch von Aufpassern im Beifahrersitz begleitet. Musk verkündete aber, Tesla werde in wenigen Jahren die Nummer eins beim autonomen Fahren und bei Robotaxis sein.

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Tesla und Nvidia arbeiten jeweils daran, dass auch handelsübliche Wagen vom Band komplett selbstständig fahren können. Zudem will Tesla ab diesem Jahr ein Robotaxi ohne Lenkrad und Pedale bauen.

Musk will dafür nur mit Kameras auskommen. Konkurrenten und Experten zweifeln daran, ob dies ausreichende Sicherheit bietet. Denn Waymo und andere Entwickler setzen zusätzlich auf weitere Sensoren, vor allem Laser-Radare, die die Umgebung der Fahrzeuge abtasten. Geht Musks Rechnung auf, hätte Tesla einen enormen Kostenvorteil.

In der Vergangenheit hatten mehrere folgenschwere Unfälle mit selbstfahrenden Autos für Schlagzeilen gesorgt. In Kalifornien fuhr vor wenigen Wochen ein fahrerloses Waymo-Auto ein Kind in der Nähe einer Grundschule an. Im Herbst war ein Robotaxi der General-Motors-Tochter Cruise in einen Unfall mit einer Fußgängerin verwickelt. 2018 wiederum war eine Frau im US-Bundesstaat Arizona nach dem Zusammenstoß mit einem selbstfahrenden Testfahrzeug von Uber ums Leben gekommen.

apr/dpa