Die Aufregung über die »Nationale Sicherheitsstrategie« der USA ist groß: Die einen sprechen von einem »Kremlpapier«, weil sich das Dokument in Teilen wie eine Wunschliste Moskaus liest. Die anderen, gerade die Europäer, sind entsetzt, wie sehr sich die Amerikaner in europäische Angelegenheiten einzumischen versuchen. So wird beispielsweise sehr deutlich, welche europäischen Parteien die Amerikaner bevorzugen: populistische. Unter Joe Biden klang das 2022 noch anders: Die Welt war aufgeteilt in Demokratien und Autokratien, die Klimapolitik war eine Sicherheitsfrage, Allianzen der größte strategische Vorteil der USA. Jetzt gilt dagegen: »America First«.
US-Vizepräsident JD Vance im Februar 2025 bei der Münchner Sicherheitskonferenz
Foto: dts Nachrichtenagentur / IMAGOIn dieser Folge von »Trumps Amerika« schauen wir auf diese neue Sicherheitsstrategie. Was ist wirklich neu – was bereits eine schriftliche Ausformulierung von dem, was längst bekannt ist? Was bedeutet diese Strategie für die Ukraine, was für einen möglichen Krieg mit Venezuela? Das bespricht Host Juan Moreno mit Britta Kollenbroich, der Washington-Korrespondentin des SPIEGEL. Die Frage lautet: Ist dieses Dokument das Ende der wertebasierten Weltordnung?
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